Hermann Kirchhoff (* 29. Oktober 1845 in Paderborn; † 3. Mai 1928 ebenda) war ein deutscher Jurist und preußischer Verwaltungsbeamter. Als Ministerialdirektor im preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten hatte er maßgeblichen Einfluss auf den Ausbau und die Organisation des preußischen Eisenbahnwesens.
Leben Hermann Kirchhoff besuchte das Gymnasium Theodorianum in Paderborn und studierte anschließend Rechtswissenschaften. Zunächst war er als Kreisrichter in Attendorn tätig. Im Jahr 1874 trat er in die Verwaltung der preußischen Staatseisenbahnen ein.
Ab 1883 arbeitete Kirchhoff in der Eisenbahnabteilung des preußischen Ministeriums der öffentlichen Arbeiten. Dort wurde er 1897 zum Ministerialdirektor ernannt. In dieser Funktion war er wesentlich an der Entwicklung der Preußischen Staatsbahnen zu einem der größten Eisenbahnunternehmen weltweit beteiligt. Darüber hinaus wirkte er an der Vereinheitlichung des deutschen Eisenbahnwesens mit und gilt als einer der Wegbereiter der späteren Deutschen Reichsbahn.
Kirchhoff war zudem am Aufbau des Eisenbahnausbesserungswerks Paderborn-Nord beteiligt.
Tod mini|hochkant=0.5|Grab von Hermann Kirchhoff (2025) Kirchhoff starb am 3. Mai 1928 in seiner Geburtsstadt Paderborn im Alter von 82 Jahren. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Ostfriedhof.
Ehrungen Am 3. April 1909 wurde Kirchhoff zum Ehrenbürger der Stadt Paderborn ernannt. Die Stadt würdigte damit insbesondere seine organisatorischen Leistungen beim Ausbau der preußischen Staatsbahn sowie seine enge Verbundenheit mit seiner Heimatstadt. Der entsprechende Beschluss war bereits am 18. Dezember 1908 gefasst worden.
In Paderborn ist eine Straße nach ihm benannt.
Einzelnachweise
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