mini|Bischofspalast mini|Place de la République – Palast, das barocke Palastportal und der Turm Saint Benôit (von links) Der Bischofspalast von Castres wurde im Jahr 1673 im Auftrag von Bischof Michel Tubeuf von Jules Hardouin-Mansart, dem späteren Hofarchitekten Ludwigs XIV., in der südfranzösischen Stadt Castres entworfen. Er diente als Residenz des Bischofs von Castres.
Nachdem das Bistum Castres aufgelöst worden war, wurde das Gebäude als Rathaus genutzt. Im Jahr 1840 wurde das Musée Goya im bisherigen Rathaus eingerichtet. mini|Blick vom Bischofspalast auf den Garten
Geschichte Am 13. Juli 1317 gründete Papst Johannes XXII. das Bistum CastresAncien palais épiscopal POP, abgerufen am 5. Mai 2026, das seit 1817 zum Bistum Albi, Castres und Lavaur gehört. Eine Residenz des Bischofs wurde kurz nach Gründung nahe der Maison consulaire der Stadt errichtet und erfuhr im Laufe der Zeit einige Modifikationen. Um 1669 ließ Michel de Tubœuf, der Bischof von Castres, einen neuen Palast zwischen dem Fluss und dem romanischen Turm Saint-Benoît, Überbleibsel einer ehemaligen Benediktinerabtei aus dem 12. Jahrhundert, erbauen. Architekt war Jules Hardouin-Mansart, der spätere Generalintendant der Königlichen Bauten., auf ville-castres.fr, abgerufen am 5. Mai 2026 Bischofspalast und Turm bilden heute ein kompaktes Bauensemble.
1794 fiel das Anwesen an die Kommune. Nach der Revolution wurden wegen der Erweiterung der Rue Henri IV. große Teile des Palastes abgerissen. Erhalten blieb der Innenhof und die Fassade auf die Rue des Capitouls, die heute unter Denkmalschutz steht. Untergebracht im Palast wurden nacheinander die Sous-Préfecture, dann das Hôtel de Ville. Ab 1840 wurden einige Räume als Museum genutzt.
Heute ist der Palast Sitz des Goya-Museums, das inzwischen auch den romanischen Turm für seine Bibliothek nutzt.
Der Garten Der Nachfolger Tubeufs im Bischofsamt, Augustin de Maupeou (1682–1705), ließ an Stelle eines vorhandenen Gartens einen repräsentativen Barockgarten anlegen, der nach übereinstimmender Expertenmeinung von André Le Nôtre, dem Gartenarchitekten des Königs entworfen wurde.Jardin de l’Evêché à Castres Monumentum, abgerufen am 3. Mai 2026 Pläne sind allerdings nicht erhalten. Als Vorarbeiten musste zunächst die Gräben, die den alten Garten umgaben und das zum Fluss hängige Gelände aufgefüllt und befestigt werden, um eine ebene Fläche für das Parterre vorzubereiten. Die Arbeiten am Garten waren 1796 beendet. Er hat eine Fläche 1000 m². Um 1800 wurde eine große Mauer um den Garten errichtet, die während der Napoleonischen Zeit wieder abgebrochen wurde.Garten des Bischofs von Castres dans le Tarn, Musée du patrimoine de France, abgerufen am 3. Mai 2026 Ein erster Antrag, den Garten zu schützen, wurde 1892 abgelehnt. 1992 wurde er als historisches Denkmal klassifiziert und 2004 mit dem Titel Jardin remarquable ausgezeichnet.
Das trapezförmige Gartengrundstück ist auf beiden Längsseiten eingefasst mit Linden, deren Kronen kastenförmig zugeschnitten sind, und deren Funktion es ist, den trapezförmigen Zuschnitt des Gartens zu kaschieren. Die Sichtachse verläuft vom Palasteingang zum Brunnenbecken, das von vier kleineren und wenig ausgestalteten Broderien umgeben ist. Die Baumgruppe hinter dem Becken erinnert an das Waldstück, das im barocken Garten üblicherweise an den formalen Garten anschließt. Die Broderien des Parterre bestehen aus Buchsbaum, Kies und wenig Blumenbepflanzung, die nach Jahreszeit wechselt. Akzente setzten Taxusbüsche, die in unterschiedlichen geometrischen Formen zugeschnitten sind. Die Buchsbaumbroderien im vorderen Abschnitt des Parketts erinnern in ihrer Ausgestaltung an eine Fleur-de Lys, ein Symbol der französischen Monarchie.
Weblinks
Un musée dans un palais Musée Goya Castres
Einzelnachweise
Kategorie:Castres (Tarn) Castres Kategorie:Erbaut in den 1670er Jahren Kategorie:Barockbauwerk in Okzitanien Goya Kategorie:Monument historique (Bauwerk) Kategorie:Monument historique (Palast) Kategorie:Monument historique im Département Tarn Kategorie:Monument historique seit 1927