Saylí Navarro Álvarez (* 11. März 1982 auf der Isla de la Juventud) ist eine kubanische Menschenrechtsaktivistin und Mitbegründerin der Oppositionsgruppe Damen in Weiß. Seit den Protesten im Juli 2021 sitzt sie in Haft. Sie ist Tochter des Dissidenten Félix Navarro. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International führt sie als gewaltlose politische Gefangene.
Leben und Wirken Saylí Navarro wurde auf der Isla de la Juventud geboren. Die staatlichen Repressionen gegen ihren Vater, Felix Navarro, prägten ihre Kindheit. Im Alter von neun Jahren musste sie die Verhaftung ihres Vaters miterleben.
Während ihres Jurastudiums an der Universität in Perico (Provinz Matanzas) bekam sie 2010 Probleme. Ihr wurde vorgeworfen an einem Journalismus-Kurs der US-Interessenvertretung in Kuba teilgenommen zu haben. Nachdem sie dies bestätigt hatte, wurde sie mit der Begründung, Aufgabe der kubanischen Universitäten sei es, revolutionäre Fachleute auszubilden, und Navarro hätte ihre diesbezüglichen Verpflichtungen verletzt, exmatrikuliert.
Nach dem unfreiwilligen Studiumsabbruch arbeitete sie als unabhängige Journalistin. Besonderes Augenmerk legte sie laut Amnesty International auf die Geschichten der kubanischen Gefängnisinsassen.
Einen Tag nach den großen Protesten vom 11. Juli 2021 wurde sie zusammen mit ihrem Vater festgenommen und zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.
In ihrem Twitter-Profil beschreibt so sich als: „Ausgeschlossen aus meinem Studium. Antikommunistin. Ich hasse die Tyrannei. Für mich braucht Kuba dringend einen Systemwechsel.“
Auszeichnungen 2023: Premio Internacional al Coraje y la Responsabilidad (Internationaler Preis für Mut und Verantwortung)
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