André Koslowski (* 1968 in Bonn) ist ein deutscher Tänzer und Choreograph.

Leben Koslowski studierte am Konservatorium für Musik + Theater Bern. Er erwarb einen Bachelorabschluss an der London Contemporary Dance School und trat in London in Choreographien von Victoria Marks, Janet Smith und Richard Alston auf. Von 1995 bis 2003 gehörte er der Kompanie für Modern Dance Dance Alloy in Pittsburgh an, mit der er in Choreographien von Ann Carlson, Tere O’Connor, David Roussève, David Dorfman und anderen Auftritte in den USA und im Ausland hatte. Von 1996 bis 1999 war er Stipendiat des Choreographer’s Continuum Grant, von 1999 bis 2003 Assistent von Mark Taylor, dem künstlerischen Leiter von Dance Alloy. 2003 wurde er künstlerischer Leiter des Pennsylvania Dance Theatre, das seither als TanzTheater André Koslowski auftritt.

Aufträge für Choreographien erhielt Koslowski u. a. von der Laboratory Company Dance, der Pittsburgh Dance Connection, von Dance Alloy, dem IUP Dance Theatre, dem Junction Dance Theatre und dem Ohio Dance Theatre. Er arbeitete mit Theaterensembles zusammen wie The Rep am Pittsburgh Playhouse, der Conservatory Theatre Company der Point Park University und dem Pittsburgh Irish and Classical Theatre, für das er die Uraufführung von Bruce Dows Stück Wilde Tales choreographierte. 2010 erhielt er vom Dance Alloy Theatre den Auftrag für ein eigenes Werk zu dessen fünfunddreißigjährigem Bestehen. 2011 trat er beim Harkness Dance Festival mit der Kompanie jill sigman/thinkdance auf, im Folgejahr interpretierte er beim newMoves Contemporary Dance Festival in Pittsburgh eine Auftragsarbeit der Choreografin Claire Porter.

Pam Monk drehte im Jahr 2015 einen Dokumentarfilm über das Schaffen Koslowskis. Im Herbst des gleichen Jahres drehte Koslowski mit der Tänzerin Jennifer Keller einen experimentellen Tanzfilm. Bei den Telluride TV Video Awards 2016 erhielt ein Tanzfilm in seiner Regie eine lobende Erwähnung in der Kategorie Best Artistic Video. Neben diesen Aktivitäten arbeitet Koslowski als Dozent für Tanz und Schauspiel, wobei er das von Shiva Rea entwickelte Prana Vinyasa Flow Yoga als Trainingsinstrument einsetzt.

Quellen TanzTheater André Koslowski: André Koslowski Pittsburgh Magazine, 19. November 2010: An Alloy of Roots

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