Barbara Matz-Langensiepen (geb. Schulz; * 16. März 1946 in Jena) ist eine deutsche Malerin, Grafikerin und Gebrauchsgrafikerin.

Leben und Werk Barbara Matz-Langensiepen absolvierte eine Berufsausbildung mit Abitur zur Hochbauzeichnerin und arbeitete 1966/1967 als Bauzeichnerin im VEB Industrieprojektierung Jena. Von 1967 bis 1972 studierte sie bei Günter Horlbeck und Gerhard Kettner Grafik und Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Seit dem Diplom ist sie in Rudolstadt-Schwarza als freischaffende Künstlerin tätig. Sie betätigt sich als Zeichnerin und Aquarellistin, arbeitet als Malerin mit Öl und Acrylfarbe, bedient sich als Grafikerin der Techniken der Lithographie, der Radierung, des Holzschnitts und der Schabkunst und arbeitet als Computergrafikerin und Fotografin. Neben der freien Arbeit illustrierte oder gestaltete sie eine Anzahl von Büchern. Mit ihrem Ehemann, dem Präparator Wilfried Matz, arbeitet sie als Ausstellungs- und Museumsgestalterin.

In der DDR leitete Barbara Matz-Langensiepen einen volkskünstlerischen Zirkel im VEB Chemiefaserwerk „Wilhelm Pieck“ Schwarza, von 1976 bis 1981 die Förderklasse Malerei/Grafik des Bezirks Gera und 1987/1988 den Mal- und Zeichenzirkel im Kulturhaus der Maxhütte Unterwellenborn. Von 1990 bis 1992 war sie Dozentin an der Volkshochschule Rudolstadt.

Barbara Matz-Langensiepen hatte in der Zeit der DDR und nach der deutschen Wiedervereinigung im In- und Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.

Seit der Wiedervereinigung unternahm sie viele Studienreisen ins Ausland. Ihr Lieblingsziel ist Lappland, wo sie sich intensiv mit den Nomadenkulturen beschäftigte. U. a. unternahm sie auch für das Naturkundemuseum Coburg eine Expedition in die Rocky Mountains. Eine Reise führte sie zum Studium der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen nach Siebenbürgen.

Mitgliedschaften

bis 1990 Verband Bildender Künstler der DDR Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) seit 1990 Verband Bildender Künstler Thüringen seit 1991 Allianz deutscher Designer

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Barbara Matz-Langensiepens (unvollständig)

Chemnitz: Kunstsammlung der Wismut GmbH Coburg: Naturkundemuseum Coburg Rudolstadt: Thüringer Landesmuseum Heidecksburg

Werkbeispiele aus der Zeit der DDR

Der Mondmantel (1974, 37 × 27 cm, Farbholzschnitt) Die heiligen Koloraturen (1976, Farbgrafik; 38 × 26 cm)

Literatur

Andreas Klimt (Red.): Kürschners Handbuch der Bildenden Künste. Deutschland, Österreich, Schweiz. Saur, München/Leipzig. 2. Jahrgang 2007; Band 1, S. 701 Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 583

Weblinks

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Einzelnachweise

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