mini|200px|Francisco Álvaro Bueno de Paiva Francisco Álvaro Bueno de Paiva (* 17. September 1861 in Vila do Caracol, Minas Gerais; † 4. August 1928 in Rio de Janeiro) war ein brasilianischer Jurist und Politiker, der unter anderem zwischen 1920 und 1922 Vizepräsident Brasiliens und zugleich Präsident des Senats war.

Leben Francisco Álvaro Bueno de Paiva absolvierte nach dem Schulbesuch ein Studium der Rechtswissenschaften an der Juristischen Fakultät der Universidade de São Paulo (USP), das er 1882 mit einem Bacharel em ciências jurídicas e sociais beendete, und nahm daraufhin eine Tätigkeit als Rechtsanwalt in Espírito Santo do Pinhal auf. Nachdem er 1885 kurzzeitig Staatsanwalt war, fungierte er zwischen 1885 und 1889 als Stadtrichter in São José do Paraíso und erlangte dabei Bekanntheit, indem er sich für die Abschaffung der Sklaverei und die Errichtung der Republik einsetzte. Er wurde 1889 Bürgermeister von São José do Paraíso und bekleidete dieses Amt bis 1891. Er war ferner von 1889 und 1900 als Mitglied des Senats des Bundesstaates Minas Gerais, in dem er den Partido Republicano Mineiro (PRM) vertrat. Er wurde zudem am 15. November 1890 zum Abgeordneten der Verfassungsgebenden Versammlung (Assembleia Nacional Constituinte) gewählt, der er bis zum 22. Februar 1892 angehörte. Im Anschluss nahm er wiederum seine Tätigkeit als Richter von São José do Paraíso auf und fungierte zwischen 1898 und 1900 als Präsident der Stadtversammlung dieser Stadt.

Am 2. Mai 1900 wurde Paiva für den Bundesstaat Minas Gerais erstmals Mitglied der Abgeordnetenkammer (Câmara dos Deputados) und gehörte diesem nach seinen Bestätigungen am 23. Mai 1903, 2. Mai 1906 und 11. Mai 1909 bis zu seinem Mandatsverzicht am 11. Mai 1911 an. Er war zeitweise Er war Mitglied mehrerer Sonderausschüsse, darunter für das Wahlrecht, das Zivilgesetzbuch und das Handelsgesetzbuch, Präsident des Finanzausschusses sowie Leiter der Delegation von Minas Gerais in den Jahren 1909 und 1910. Nachdem Francisco Antônio de Sales am 15. November 1910 als Finanzminister in das Kabinett von Staatspräsident Hermes da Fonseca berufen worden war, wurde Bueno de Paiva als dessen Nachfolger am 11. Mai 1911 Mitglied des Senats (Senado Federal) und gehörte diesem als Vertreter von Minas Gerais bis zum 10. November 1920 an. Während der Senatszugehörigkeit war er als Nachfolger von José Joaquim Seabra Mehrheitsführer und gehörte außerdem dem Justizausschuss als Mitglied an.

Nach dem Tode von Delfim Moreira da Costa Ribeiro am 1. Juli 1920 übernahm Francisco Álvaro Bueno de Paiva am 10. November 1920 das Amt als Vizepräsident Brasiliens (Vice-presidente do Brasil) und zugleich als Präsident des Senats (Presidente do Senado Federal do Brasil) und war damit bis zum Ende der verbleibenden Amtszeit am 15. November 1922 Stellvertreter von Staatspräsident Epitácio Lindolfo da Silva Pessoa. Nach dem Ende seiner Amtszeit als Vizepräsident der Republik am 15. November 1922 kehrte er am 3. Mai 1923 in den Senat zurück und füllte die durch den Wechsel von Raul Soares de Moura zum Gouverneur von Minas Gerais entstandene Vakanz. Er konnte seine Amtszeit nicht beenden und verstarb am 4. August 1928. Er war zudem ein Cousin von Júlio Bueno Brandão, der unter anderem zwei Mal Präsident von Minas Gerais (1908 bis 1909, 1910 bis 1914) sowie zwischen 1920 und 1921 Präsident der Abgeordnetenkammer war.

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Einzelnachweise

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