Moreangels Muchaneta Mbizah ist eine simbabwische Naturschutzbiologin, die zu afrikanischen Löwen, Mensch-Wildtier-Konflikten und gemeindebasiertem Naturschutz arbeitet. Sie ist Gründerin und Leiterin von Wildlife Conservation Action in Simbabwe.

Leben Mbizah wuchs in Chiredzi im Südosten Simbabwes auf und sah Wildtiere erst im Alter von 25 Jahren in freier Natur. Sie studierte angewandte Umweltwissenschaft, tropische Ressourcenökologie und internationale Wildtierschutzpraxis und promovierte an der Universität Oxford in Zoologie. An der Universität Oxford untersuchte sie afrikanische Löwen im Hwange-Nationalpark, wobei auch der später international bekannt gewordene Löwe Cecil zu ihren besenderten Forschungstieren gehörte. Während ihrer Promotionsforschung erlebte sie 2014, wie ein aus dem Schutzgebiet in ein Dorf gelangter Löwe einen siebenjährigen Jungen tötete; dieses Ereignis beeinflusste ihren späteren Ansatz, den Schutz von Löwen mit dem Schutz der betroffenen Bevölkerung zu verbinden. 2019 trat sie bei TED2019 in Vancouver als TED Fellow auf und sprach über die Rolle lokaler Gemeinschaften im Wildtierschutz.

Wirken Mbizah gründete im Jahr 2019 Wildlife Conservation Action, eine Organisation zur Unterstützung der lokalen Gemeinschaften beim Schutz und bei der Koexistenz mit Wildtieren. Die Organisation setzt Gemeindewildhüter, Warnmeldungen, Umweltbildung, GPS-Halsbänder, Kamerafallen, an den Klimawandel angepasste Lebensgrundlagen und blickdichte Zäune zum Schutz von Viehherden ein. Im Mbire-Distrikt arbeitet WCA zur Verhinderung von Angriffen der Raubtieren auf Nutztiere mit sogenannten Community Guardians und mobilen Bomas, also transportablen, mit blickdichtem Kunststoff umgebenen Viehgehegen. Nach Angaben von WCA gingen Vorfälle von Mensch-Wildtier-Konflikten in Mbire um bis zu 98 Prozent zurück, während die Arbeit der Organisation im Sambesi-Tal 2,6 Millionen Hektar umfasst und fast 18.000 Nutztiere mit einem geschätzten Wert von 2,3 Millionen US-Dollar schützt. Mbizah gilt als erste schwarze afrikanische Frau, die in Simbabwe eine Naturschutzorganisation gründete, und die Organisation bietet jungen afrikanischen Naturschützern praktische Erfahrung und Mentoring an. Ihr Ansatz umfasst Löwenschutz, Gemeindeentwicklung und die sozioökonomische Stärkung von Menschen, die in der Nähe von Schutzgebieten leben. Ihre Arbeit wurde 2018 im National-Geographic-Kurzfilm One Woman’s Remarkable Journey to Protect Lions vorgestellt; 2019 hielt sie den TED-Vortrag How community-led conservation can save wildlife. 2025 wurde sie National Geographic Explorer und erhielt den Wayfinder Award der National Geographic Society. 2026 erhielt sie einen Whitley Award für ihre Arbeit zur Koexistenz von Menschen und Wildtieren in Simbabwe. Als Erstautorin veröffentlichte Mbizah 2026 im Fachjournal Nature den Perspektivartikel A framework for addressing racial and related inequities in conservation, der einen Rahmen für inklusivere Naturschutzpraxis vorschlägt.

Einzelnachweise

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