Die denkmalgeschützte Kirche St. Fronleichnam (auch Zum Hl. Altarsakrament) in der rheinland-pfälzischen Gemeinde Freimersheim im vorderpfälzischen Gäu ist eine römisch-katholische Filialkirche von St. Sebastian in Böbingen. Damit gehört sie zur Maikammerner Großpfarrei Maria, Mutter der Kirche im Bistum Speyer. Sie trägt das Patrozinium des Allerheiligsten Altarsakramentes.
Lage Das Kirchengebäude steht auf einer kleinen topographischen Erhöhung im Zentrum Freimersheims an der Ackergasse 1. Es wird von einem Kirchhof umgeben.
Geschichte Bereits seit 1145 war in Freimersheim eine Pfarrkirche vorhanden, die dem heiligen Martin von Tours gewidmet war. Die Reformation wurde um das Jahr 1557 durch den Ortsherren Wolfgang von Weingarten eingeführt, was aus einer Ermahnung des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand I. hervorgeht. Formell wurde die Kirche 1596 den Protestanten zugesprochen. Die alte Kirche diente nach mehreren Statusänderungen noch bis 1769 als Simultaneum.
Anschließend konnten die Katholiken die ehemalige Hofkapelle der Herren von Bassenheim nutzen. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts feierte man dort an allen Sonn- und Feiertagen die Heilige Messe. Die Kapelle war inzwischen jedoch zu klein geworden. In den Jahren 1900 und 1901 ließ man nach Plänen von Wilhelm Schulte I. aus Neustadt das heutige Kirchengebäude errichten. Die ehemalige Kapelle derer von Bassenheim wurde 1913 verkauft.
In den Jahren 1969 und 2009 wurden jeweils umfangreiche Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten vorgenommen.
Beschreibung Bei dem Kirchengebäude handelt es sich um eine Saalkirche im Stil der Neoromanik, das überwiegend aus Sandsteinquadern gebaut wurde. Die Giebel, in deren Zentren Fensterrosetten eingelassen sind, werden von Bogenfriesen geschmückt. Auf dem Dachfirst steht ein schiefergedeckter Dachreiter, in dem sich zwei Glocken befinden.
Nachdem man bei der Renovierung in den späten 1960er Jahren den ursprünglichen Herz-Jesu-Altar durch einen einfachen Steinaltar ersetzte, befindet sich seit 2009 wieder ein holzgeschnitzter Hochaltar an der Ostwand der Kirche.
Literatur
Weblinks
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