mini|hochkant|Marsilius mit Baldachin am Kölner Gürzenich mini|hochkant|Koelhoffsche Chronik: Marsilius im Kampf gegen die Römer vor den Toren Kölns Marsilius ist ein sagenhafte Person der Kölner Geschichte.

Legende Nach der von Ludwig Bechstein aufgezeichneten Sage Der Bürger Marsilius war Marsilius ein Bürger und Hauptmann in Köln. „Zu Heidenzeiten“ belagerte ein römischer Kaiser Köln und brachte die Stadt in große Not, der es vor allem an Holz mangelte. Marsilius hatte die Idee, dass als Männer verkleidete Frauen mit Karren und Holzwagen zu dem einen Tore hinausziehen und Holz fällen sollten. Eine andere Gruppe Kölner sollte sich heimlich durch ein anderes Tor aus der Stadt hinaus begeben, um den Römern, sobald sie sich gegen die Frauen wenden würden, in den Rücken zu fallen.

Die List funktionierte, und die Kölner überwältigten die Belagerer. Sie machten Beute und nahmen Gefangene, darunter den Kaiser selbst, der enthauptet werden sollte. Der Kaiser versprach, den Bürgern von Köln Gutes zu tun, wenn man ihn leben lasse. Auf Anraten von Marsilius wurde das kaiserliche Angebot angenommen, die versprochene Gerechtsame vom Kaiser unterzeichnet und dieser freigelassen. Bechstein schließt seine Aufzeichnung mit den Worten: „Marsilius aber ward ob seines guten Rates hoch geehrt und der Stadt vornehmster Bürger und Hauptmann, und als er gestorben war, wurde sein Sarg in die Stadtmauer beigesetzt, da, wo man es nachher zu St. Aposteln genannt hat, und ihm ein steinern Denkmal aufgerichtet.“Ludwig Bechstein: Der Bürger Marsilius projekt-gutenberg.org

Das Ereignis soll sich im Jahr 69 n. Chr. nach dem Tod von Kaiser Nero zugetragen haben. Der Kaiser soll Vitellius und Marsilius ein römischer Hauptmann gewesen sein. Andere ordnen die Geschichte zeitlich anders ein: Marsilius soll kommandierender Ritter der Kölner Bürgerarmee im 3. Jahrhundert n. Chr. gewesen sein.

Darstellungen An einer Außenwand des Kölner Gürzenichs befindet sich der „Marsilius-Baldachin“, der an den legendären Helden erinnert. Auch ein Saal im Gürzenich ist nach ihm benannt. Im Kölner Dom gibt es im Nordseiten-Schifffenster im unteren Teil neben Marcus Agrippa eine Abbildung von ihm. In der Chronik Johann Koelhoffs des Jüngeren über die Stadt Köln aus dem Jahr 1499 zeigt eine Abbildung den Kampf der Kölner.

Straßenbenennungen Marsilstein im Mauritiusviertel in der Kölner Altstadt. Marsilius soll hier gelebt und sich aus dem Abbruchmaterial eines Aquädukts der Eifelwasserleitung ein Haus gebaut haben. Marsiliusstraße in Köln-SülzMarsiliusstraße koeln.de

Einzelnachweise

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