mini|Wappen derer von Buddenbrock-Hettersdorf Jobst Wilhelm Hermann Hippolyt Hans Freiherr von Buddenbrock-Hettersdorf (* 9. Oktober 1913 in Darmstadt; † 20. August 1994 in Regensburg) war ein deutscher Diplomat. Er war Botschafter auf den Philippinen.
Herkunft und Familie Er war ein Angehöriger der Adelsgeschlechter Buddenbrock und Hettersdorf, die 1852 in Charlottenburg durch seine Urgroßeltern vereinigt worden waren. Jobst von Buddenbrock-Hettersdorf war ein Sohn von Alexis von Buddenbrock-Hettersdorf (1878–1914), einem Sohn von Mortimer von Buddenbrock-Hettersdorff, und von Cornelie Leube (1882–1939), einer Tochter von Wilhelm von Leube.
Werdegang Jobst von Buddenbrock-Hettersdorf studierte Rechtswissenschaft. Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.299.898)Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/4951280 und schloss sich auch der Reiter-SS an.Hans-Jürgen Döscher: Verschworene Gesellschaft. Das Auswärtige Amt unter Adenauer zwischen Neubeginn und Kontinuität. Akademie Verlag, Berlin 1995, S. 103. 1938 wurde er Referent am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Berlin. Er leistete ab 1939 Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg und geriet in Kriegsgefangenschaft.
Das Entnazifizierungsverfahren überstand Buddenbrock-Hettersdorf aufgrund der Heimkehreramnestie als „nicht betroffen“. Über das Bundesministerium für den Marshallplan gelangte er in die Personalabteilung für den Höheren Dienst im Auswärtigen Amt. Es wurde über ihn keine Auskunft im Berlin Document Center eingeholt, obwohl dies Voraussetzung der Anstellung gewesen wäre. Als in deutschen und ausländischen Zeitungen kritisch über die Verwendung ehemaliger Nationalsozialisten im Auswärtigen Dienst berichtet wurde, kam Buddenbrock-Hettersdorf im Zuge einer Umbesetzung 1953 an die Botschaft in Montevideo. Ab 1954 war er Geschäftsträger ad interim an der Botschaft in Havanna. 1959 wurde er Referent in der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes. Daraufhin war er ab 1965 Kulturreferent an der Botschaft in Washington. Von 1970 bis 1974 war er Botschafter auf den Philippinen und Leiter der Botschaft in Manila. Schließlich war er von 1974 bis zu seiner Pensionierung 1975 Generalkonsul in Melbourne. 1972 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.
Literatur Herbert Leube: Jobst von Buddenbrock-Hettersdorf. In: Die Familie Leube aus Altenburg und Gera (Deutsches Familienarchiv Bd. 162). Insingen 2020. S. 185.
Einzelnachweise
Kategorie:Deutscher Botschafter auf den Philippinen Kategorie:Deutscher Generalkonsul Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Jobst Jobst Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus) Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst Kategorie:SS-Mitglied Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1913 Kategorie:Gestorben 1994 Kategorie:Mann