Tatjana Wladimirowna Tschertorizkaja (; * 19. August 1948 in Magadan, Region Chabarowsk) ist eine sowjetische bzw. russische Literaturwissenschaftlerin, Hochschullehrerin und Politikerin.Центр военно-политических исследований: Черторицкая Татьяна Владимировна (abgerufen am 27. April 2026).Электронная библиотека Куб: Черторицкая Т.В. (abgerufen am 27. April 2026).Нижегородская Биографическая Энциклопедия: Черторицкая Татьяна Владимировна (abgerufen am 27. April 2026).
Leben Das Studium an der Staatlichen Universität Nowosibirsk in der Geisteswissenschaftlichen Fakultät schloss Tschertorizkaja 1973 ab. Nach dem Abschluss der Aspirantur 1978 an der Lomonossow-Universität Moskau (MGU) verteidigte sie dort 1979 mit Erfolg ihre Kandidat-Dissertation über das Buch Torschestwennik mit nach dem Kalender geordneten Lobpreisungen für den Gottesdienst, ein Literaturdenkmal aus der Zeit vom Ende des 14. Jahrhunderts bis zum 17. Jahrhundert, für die Promotion zur Kandidatin der philologischen Wissenschaften. Sie lehrte nun als Dozentin an der MGU. Ihr Forschungsschwerpunkt wurde die altslawische Literatur. Sie entwickelte Computerprogramme für analytische Untersuchungen alter Literatur.
In Nischni Nowgorod gründete Tschertorizkaja das Institut für handschriftliche und alte gedruckte Bücher der russischen Wolga-Region und war dann dessen erste Direktorin.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde Tshertorizkaja bei der ersten Wahl der neuen Staatsduma im Dezember 1993 in der Oblast Nischni Nowgorod zur Abgeordneten gewählt (Duma I 1993–1995).Состав Государственной Думы первого созыва (abgerufen am 28. April 2026). Dort war sie Mitglied des Komitees für Bildung, Kultur und Wissenschaft, ab 1994 Mitglied des Komitees für internationale Angelegenheiten, Mitglied der Mandat-Kommission und Vorsitzende der ständigen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur der interparlamentarischen Versammlung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten.
Nach dem Ausscheiden aus der Staatsduma war Tschertorizkaja Beraterin des Sekretärs des Sicherheitsrats der Russischen Föderation. Sie war Gründerin und Sekretärin der Nischni-Nowgorod-Abteilung der 2002–2008 existierenden Sozialistischen Einheitspartei Russlands.
Tschertorizkaja gehörte zu den 1000 für den Friedensnobelpreis 2005 nominierten Frauen.
Ehrungen, Preise Olimpija-Nationalpreis für die gesellschaftliche Anerkennung der Leistungen von Frauen (2001)
Weblinks Katalog der Russischen Nationalbibliothek: Черторицкая, Татьяна Владимировна
Einzelnachweise
Kategorie:Literaturwissenschaftler Kategorie:Hochschullehrer (Lomonossow-Universität) Kategorie:Duma-Abgeordneter (Russische Föderation) Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1948 Kategorie:Frau