Robert Einhauser (* 20. September 1871 in Neuburg an der Donau; † 6. Dezember 1931 in Laufen) war ein deutscher Bezirksamtsvorstand und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.
Leben Robert Einhauser wurde als Sohn eines Landshuter Studienlehrers geboren und machte das Abitur an der königlichen Studienanstalt in Landshut. Von 1890 bis 1894 absolvierte er als Stipendiat der Stiftung Maximilianeum ein Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1898/99 studierte er an der Georg-August-Universität Göttingen und promovierte dort am 6. Mai 1899 mit der Dissertation Die Reform der Invaliden-Versicherung zum Dr. jur.
Von 1900 an war er als Bezirksamtsassessor beim Bezirksamt Laufen beschäftigt, wo er von 1913 bis 1929 als Bezirksamtsvorstand mit der Amtsbezeichnung Bezirksamtmann (ab dem 1. April 1920 lautete die Amtsbezeichnung Bezirksoberamtmann) Leiter der Verwaltung war.
Von 1905 bis zur Auflösung des Parlaments im Jahre 1918 hatte er ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Landtag bildete. Ab Ende Februar 1912 gehörte er zum Präsidium der Kammer der Abgeordneten. Er war 4. Schriftführer und wurde im Wahlkreis Traunstein bzw. Berchtesgaden in das Parlament gewählt, wo er in verschiedenen Ausschüssen tätig war. Gemeinsam mit den Abgeordneten Andreas Ankenbrand und Sebastian Bauer stellte er einen Antrag auf Ausnützung der Wasserkräfte des Alz-, Inn- und Salzachgebietes.Archivportal; Digitalisat
Am 2. Oktober 1917 veröffentlichte er als 2. Vorsitzender des Landesvereins Bayern der Deutschen Vaterlandspartei gemeinsam mit Franz Eberhard von Buhl (Vorsitzender) und Max von Gruber (3. Vorsitzender) einen Aufruf zum Beitritt in die Partei.Allgemeine Rundschau vom 13. Oktober 1917 Digitalisat Die Vaterlandspartei verfolgte rechtsradikale Ziele und wollte die siegreiche Beendigung des Krieges und die Sicherstellung eines „deutschen Friedens“. Nach dem Ausruf der Weimarer Republik am 9. November 1918 löste sie sich auf.
Später war Robert Einhauser neben Karl Scharnagl und Sebastian Schlittenbauer einer der führenden Politiker in der Zentrumspartei.
Öffentliche Ämter Gründungsmitglied und Vorsitzender des Vereins der Heimatfreunde des Rupertiwinkels.
Schriften Die Novelle zum Invalidenversicherungsgesetz in Zeitschrift für Sozialwissenschaft, Band 2,1899Digitalisat
Ehrungen und Auszeichnungen 1931 Ehrenbürger der Stadt Laufen
Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 21. Wahlperiode)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Absolvent der Georg-August-Universität Göttingen Kategorie:Mitglied der Deutschen Vaterlandspartei Kategorie:Zentrum-Mitglied Kategorie:Amtmann (Deutschland) Kategorie:Mitglied der Bayerischen Abgeordnetenkammer Kategorie:Ehrenbürger in Bayern Kategorie:Bayer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1871 Kategorie:Gestorben 1931 Kategorie:Mann