mini|Grab von Theotonius Amal Ganguly (2022) Theotonius Amal Ganguly CSC (* 18. Februar 1920 in Hasnabad, Britisch-Indien, heute Bangladesch; † 2. September 1977 in Dhaka, Bangladesch) war ein bangladeschischer römisch-katholischer Ordensgeistlicher und Erzbischof von Dhaka.
Leben Ganguly wurde 1920 im damaligen Britisch-Indien geboren. Er studierte Philosophie und Theologie am Priesterseminar St. Albert’s in Ranchi und empfing am 6. Juni 1946 die Priesterweihe in der Kathedrale von Ranchi durch Oscar Sevrin. Anschließend setzte er seine Philosophiestudien an der University of Notre Dame (Indiana, Vereinigte Staaten) fort, wo er einen Doktortitel in Philosophie erwarb. Er gilt als einer der ersten bengalischen Christen mit einem solchen Abschluss.
1951 trat er in das Noviziat der Kongregation vom Heiligen Kreuz in Jordan, Minnesota, ein. Die Ordensgelübde legte er am 16. August 1952 ab. Danach war er als Dozent und später als Leiter des Notre Dame College in Dhaka tätig. 1955 legte er seine Ewigen Gelübde ab.
Bischöfliches Wirken Am 3. September 1960 ernannte Papst Johannes XXIII. Ganguly zum Weihbischof in Dhaka und Titularbischof von Oliva. Krikor Bedros XV. Agagianian, armenisch-katholischer Patriarch von Kilikien spendete ihm am 7. Oktober 1960 die Bischofsweihe. Mitkonsekratoren waren Lawrence Leo Graner, Erzbischof von Dhaka, und Joseph Cordeiro, Erzbischof von Karachi. Am 6. Juli 1965 ernannte Papst Paul VI. ihn zum Koadjutor-Erzbischof von Dhaka und Titularerzbischof von Drizipara. Als Papst Paul VI. den Rücktritt von Lawrence Leo Graner CSC annahm, folgte Ganguly am 23. November 1967 als Erzbischof von Dhaka nach.
Vom 20. März 1969 bis 21. September 1970 war er Apostolischer Administrator des Bistums Khulna. Er war zudem Präsident der katholischen Bischofskonferenz von Pakistan (1971–1973) sowie, nach der Teilung, der Bischofskonferenz von Bangladesch (1973–1977).
Ganguly nahm an allen vier Sitzungsperioden des Zweiten Vatikanischen Konzils teil und spielte eine bedeutende Rolle beim Aufbau der katholischen Kirche in Bangladesch.
Tod und Seligsprechungsprozess Er starb am 2. September 1977 in Dhaka an einem Herzinfarkt.
Im Jahr 2006 wurde sein Seligsprechungsprozess eröffnet. Er trägt seither den Titel „Diener Gottes“ und gilt als erster Kandidat für eine Heiligsprechung aus Bangladesch. Die offizielle Zeremonie fand in der St.-Marien-Kathedrale in Dhaka statt. Bedeutung Ganguly war der erste einheimische bengalische Erzbischof von Dhaka und prägte die katholische Kirche des Landes maßgeblich durch Bildung, pastorale Arbeit und soziales Engagement. Weblinks
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