Helmut Matthieu (* 16. November 1906 in Görlitz; † nach 1974 in Leipzig) war ein deutscher Gebrauchsgrafiker und Typograf.
Leben und Werk Matthieus Vater war der Görlitzer Buchdrucker Alfred Matthieu. Matthieu absolvierte von 1921 bis 1925 eine Lehre als Schriftsetzer. Von 1926 bis 1929 besuchte er an der Staatlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe Leipzig einen Abendkurs für Typografie und Schriftschreiben. Er arbeitete, unterbrochen durch die Teilnahme am Zweiten Weltkrieg und Kriegsgefangenschaft, bis 1953 in seinem Beruf. Das Leipziger Adressbuch verzeichnete ihn u. a. 1943 als technischen Angestellten und 1948 als Schriftsetzer.
Von 1954 bis 1959 war Matthieu Grafiker im VEB Fachbuchverlag Leipzig und von 1960 bis 1973 im VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, ab 1971 als Künstlerischer Leiter. Ab 1974 arbeitete er in Leipzig freischaffend als Gebrauchsgrafiker, insbesondere als Buchgestalter. Er war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Teilnahme an Gruppenausstellungen
1947: Leipzig, Museum der bildenden Künste („Buch – Schrift – Werbekunst. Schau des graphischen Schaffens seit 1945“) 1972/1973 und 1977/1978: Dresden, VII. und VIII. Kunstausstellung der DDR
Literatur
Hellmut Rademacher (Einführender Text): Gebrauchsgrafik in der DDR. Verlag der Kunst, Dresden, Herausgeber Verband Bildender Künstler der DDR, 1975, S. 339 und passim Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 582/583
Kategorie:Grafiker (DDR) Kategorie:Grafiker (Deutschland) Kategorie:Typograf Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1906 Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert Kategorie:Mann