Die Jalisco-Spitzmaus (Sorex mediopua) ist ein im westlichen und südlichen Mexiko verbreitetes Säugetier in der Gattung der Rotzahnspitzmäuse. Die Population wurde vor 2007 in die Saussure-Spitzmaus (Sorex saussurei) eingeordnet. Verschiedene abweichende morphologische Details führten zur Anerkennung als Art. Die genetischen Unterschiede zu nahen verwandten Spitzmäusen der Region und damit die geografische Abgrenzung sollten noch einmal untersucht werden. Das Typusexemplar stammt aus der Umgebung der Stadt Ciudad Guzmán im Bundesstaat Jalisco.

Der Artzusatz im wissenschaftlichen Namen ist aus den spanischen Wörtern medio (mittel) und púa (Zinke) zusammengesetzt. Er weist auf eine Erhöhung an den mittleren unteren Schneidezähnen hin, die wie eine Gabelzinke erscheint.

Merkmale Dieser mittelgroße Gattungsvertreter erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 61 bis 75,5 mm, eine Schwanzlänge von 38 bis 49 mm und ein Gewicht von etwa 6 g. Es sind 12 bis 15 mm lange Hinterfüße und Ohren von ungefähr 8 mm Länge vorhanden. Das Tier trägt auf der Oberseite mittelbraunes Fell und die Unterseite ist mit hellgrauen Haaren bedeckt. Der Schwanz hat einheitlich dieselbe Farbe wie der Rücken. Im Oberkiefer liegen neben den Schneidezähnen je fünf einspitzige Zähne. Von diesen ist der fünfte winzig und der dritte etwas kleiner als der vierte. Kennzeichnend ist dunkelrotes Zahnschmelz an den oberen Zähnen. Auch die mittleren Schneidezähne im Unterkiefer sind rot und sie haben eine streifenförmige Wulst an der Vorderseite.

Die Haare der Oberseite sind an den Wurzeln silbergrau, in der Mitte weiß oder blond und an den Spitzen dunkelbraun. Bei den Haaren der Unterseite fehlt der dunkelbraune Abschnitt.

Verbreitung und Lebensweise Die Jalisco-Spitzmaus bewohnt Gebirge in den mexikanischen Bundesstaaten Guerrero, Jalisco, México und Michoacán. Sie hält sich auf 1875 bis 3050 Meter Höhe auf. Als Habitat dienen Wälder die neben Wacholder Eichen und Kiefern oder die Gewöhnliche Douglasie enthalten. Das Tier bevorzugt tief eingeschnittene Täler, die feucht bleiben. Es hält sich oft in Regionen mit einer tiefen Laub- und Humusschicht auf. Sträucher der Gattung Bacheria und Greiskräuter (Senecio) bilden oft den Unterwuchs.

Die Art teilt ihr Revier mit Kleinsäugern wie Mexikanische Wühlmaus, Felsenstreifenhörnchen, Reithrodontomys sumichrasti und Miller-Spitzmaus (Sorex milleri). Zur Nahrungswahl, zu den Aktivitätszeiten und zur Fortpflanzung gibt es keine Informationen.

Gefährdung Regional können sich Waldrodungen negativ auswirken. Alle Reviere verteilen sich über ein mindestens 20.000 km² großes Gebiet und darin befinden sich mehrere Schutzzonen. Die IUCN listet die Jalisco-Spitzmaus als nicht gefährdet (least concern).

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Einzelnachweise

Kategorie:Rotzahnspitzmäuse Kategorie:Endemisches Säugetier Mexikos