miniatur|Antike korinthische Vase mit der Abbildung von Perseus, Andromeda und Ketos. Bemerkenswert ist die Benutzung des Buchstabens Epsilon anstatt Eta in ΚΕΤΟΣ, die Verwendung von San anstelle von Sigma in ΠΕΡϺΕΥϺ und ΚΕΤΟϺ sowie die linksläufige Schreibweise von ΠΕΡϺΕΥϺ und ΑΝΔΡΟ(Μ)ΕΔΑ. Ketos () ist der griechische Name eines Sternbildes, nämlich des Walfisches, abgeleitet von der allgemeinen Bezeichnung für diverse Seeungeheuer, aber auch Wale, große Fische oder Haie."κῆτος" in Henry Liddell, Robert Scott: A Greek-English Lexicon. Revised by H. S. Jones and R. McKenzie. Ninth edition, with revised supplement. Clarendon Press, Oxford 1996.
miniatur|Eine Nereide reitet auf dem Seeungeheuer Ketos (2. Jahrhundert v. Chr.) Als die äthiopische Königin Kassiopeia behauptet, viel schöner zu sein als die Nereiden, die schönen Meeresnymphen, schickt der Meeresgott Poseidon auf Bitten der Nereiden das Ketos erzürnt nach Äthiopien, um das Land zu verwüsten, wonach schließlich auf den Rat eines Sehers hin beschlossen wird, Kassiopeias Tochter Andromeda zu opfern. Andromeda wird an einen Felsen der Meeresküste gebunden, wo sie Perseus schließlich findet und sofort in Liebe entbrennt. Das Ungeheuer schwimmt schon auf diese zu, als Perseus sich für die Rettung Andromedas deren Hand von den heranlaufenden Eltern erbittet und nicht nur diese, sondern das ganze Königreich versprochen bekommt, sollte ihm dies gelingen.
Perseus zeigt dem Ungeheuer das Medusenhaupt, worauf das Ketos versteinert im Meer versinkt. Nach dem Tod von Perseus und Andromeda werden diese zusammen mit Kepheus, Kassiopeia und dem als Walfisch bezeichneten Cetus als Sternbilder in den Himmel erhoben.
Ein weiteres Seeungeheuer, das in der modernen Forschung mit dem Gattungsnamen Ketos belegt wird, wurde von Poseidon entsandt, um die Stadt Troja als Strafe für die Lohnverweigerung durch den König Laomedon zu verwüsten. Dieser musste nun seine Tochter Hesione opfern, um das Untier zu besänftigen.Homer, Ilias 13,27. Sie wurde schließlich durch Herakles befreit, der das Seeungeheuer erschlug.Ovid, Metamorphosen 11,199–217; Bibliotheke des Apollodor 2,5,9.
Literatur Alfred Breitenbach, Johanne Witte-Orr: Ketos (Meerdrache). In: Reallexikon für Antike und Christentum. Band 20, Stuttgart 2004, Sp. 774–799.
Weblinks
Ketea im Theoi Project (englisch) Ketos Aithiopas im Theoi Project (englisch) Ketos Troias im Theoi Project (englisch)
Anmerkungen
Kategorie:Kreatur der griechischen Mythologie Kategorie:Seeungeheuer Kategorie:Mythologisches Wasserwesen Kategorie:Perseus