alternativtext=Fiona Ziegler|mini|Fiona Ziegler, 2026 Fiona Ziegler (geb. 1983 in Basel) ist eine Schweizer Filmemacherin, Regisseurin und Drehbuchautorin. Sie wurde vor allem durch ihren Spielfilm Lost in Paradise und durch ihre Arbeit an internationalen Kurzfilm- und Serienprojekten bekannt.

Leben und Werdegang Fiona Ziegler wuchs in Basel und Bern auf. Sie studierte zunächst Literatur, Geschichte und internationale Politik an den Universitäten Freiburg, Bologna und am Genfer Institut für Internationale Beziehungen und schloss ihr Studium am Graduate Institute IHEID in Genf mit einem Master in Geschichte und internationalen Politik (International History and Politics) ab. Danach arbeitete sie unter anderem freiberuflich für Der Bund und als Regieassistentin am Theater Bern und Hebbel am Ufer in Berlin und absolvierte Schauspielunterricht am Lee Strasberg Theatre & Film Institute in New York. Während ihrer Regieassistenzen am Theater und Arbeit als Script-Continuity-Assistentin am Filmset entschied sie sich für den Film als ihr Hauptinteresse. Fasziniert von der Tschechischen Neuen Welle, beschloss sie, Tschechisch zu lernen und nahm ein Regiestudium an der FAMU in Prag auf. Laut SRF war sie die erste Schweizerin und erste Westeuropäerin, die dort in das Regiestudienprogramm aufgenommen wurde; dafür lernte sie innerhalb weniger Monate Tschechisch. Ihre Ausbildung in Prag prägte ihren späteren künstlerischen Zugang, insbesondere ihre Arbeit zwischen mehreren Sprachen und kulturellen Räumen. Sie schloss 2020 ihr Bachelor und Master Studium an der Film und Fernsehschule der Academy of Performing Arts in Prag ab.

Filmische Laufbahn Fiona Ziegler drehte mehrere Kurzfilme, die international gezeigt wurden. Dazu zählen Home (2013), 2:1 (2013), God Particle (2015) und Thank You Ben (2016), der beim New Delhi Short Film Festival als bester Film ausgezeichnet wurde. Ihr Langfilmdebüt Lost in Paradise hatte 2021 beim Prague International Film Festival Premiere und wurde an den Solothurner Filmtagen für den Prix du Public nominiert.

In Interviews beschrieb Ziegler das Kino als eine Kunstform der Verdichtung von Licht, Bewegung und Emotion. Sie betonte zugleich die Unsicherheit des Filmbetriebs und hob die Bedeutung von Eigenständigkeit, Ausdauer und künstlerischer Freiheit hervor. Der Stoff von Lost in Paradise entstand laut SRF aus ihren Reisen zwischen Prag und Bern und verbindet persönliche Erfahrungen mit Themen wie Migration, kultureller Fremdheit und Vorurteilen.

Filmografie

2011: Iron Cinderella.– Kurzfilm. 2013: Home – Kurzfilm. 2013: 2:1 – Kurzfilm. 2015: Božská částice / God Particle – Kurzfilm. 2016: Thank You Ben – Kurzfilm, ausgezeichnet als bester Film beim New Delhi Short Film Festival 2018: No One Lies. Film Festival shnit, Bern 2018 2021: Lost in Paradise – Spielfilmdebüt, Premiere in Prag, Nominierung für den Prix du Public in Solothurn. bis 2026: Mitarbeit an weiteren Filmen wie dem Kinodokumentarfilm Wie immer, deine Ingeborg. Die unveröffentlichten Briefe der Ingeborg Bachmann und an der Miniserie The Fassbinds.

Weblink Aufzeichnung des Gesprächs 2025 in Bern mit den Filmemacherinnen Dominique de Rivaz und Fiona Ziegler

Belege

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