Pietro Orsini (* in Rom; † um 1073) war ein italienischer Kardinal der römisch-katholischen Kirche.
Leben Orsini war Propst der Kapelle des heiligen Georg im Lateranpalast, Subdiakon sowie Bibliothekar der Heiligen Kirche. In dieser Funktion unterzeichnete er zwischen Januar 1063 und April 1069 päpstliche Bullen. Von März 1063 bis Mai 1067 vertrat er Erzkanzler Annone.
Er wurde im Jahr 1069 von Papst Alexander II. zum Kardinaldiakon erhoben. Päpstliche Bullen unterzeichnete er von 13. April bis Mai 1069 als Kardinaldiakon. Er wurde zum Kardinalpriester von San Clemente sowie Kanzler und Bibliothekar der Heiligen Römischen Kirche ernannt. In dieser Funktion unterzeichnete er zwischen Januar 10170 und April 1073 Päpstliche Bullen. Diese Bullen betrafen Pfründen, die den Bistümern des Königreichs Böhmen, den Bistümern Bologna, Pisa und Florenz sowie den Klöstern Montecassino, Mantua und San Frediano in Lucca verliehen wurden.
Gemeinsam mit Kardinal Giovanni Minuzzo wurde er als Legat nach England entsandt. Dort leitete er im folgenden Jahr eine Synode, auf der zahlreiche Bischöfe und Äbte abgesetzt und durch normannische Kandidaten von Wilhelm dem Eroberer ersetzt wurden. Er leitete das Konzil von Winchester im Jahre 1069.
Siehe auch Liste der Kardinalskreierungen Alexanders II. Weblinks
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