mini|hochkant|Claude C. Bloch Claude Charles Bloch (* 12. Juli 1878 in Woodbury, Butler County, Kentucky; † 4. Oktober 1967 in Washington, D.C.) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der amerikanischen Battle Force. Zwischen 1931 und 1941 war dies der offizielle Name der United States Pacific Fleet.

Leben Claude Bloch war ein Sohn von Adolph Bloch (1846–1936) und dessen Frau Belle Pendleton Kahn (1852–1927) und besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat. Im Jahr 1899 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Noch während seiner Zeit als Kadett der Marineakademie war er auf dem Schlachtschiff Iowa stationiert, das 1898 am Spanisch-Amerikanischen Krieg beteiligt war und an der Seeschlacht vor Santiago de Cuba teilnahm. Danach wurde er auf das Schlachtschiff Oregon versetzt, das im Fernen Osten operierte. Dort nahm es am Philippinisch-Amerikanischen Krieg und an der Niederschlagung des chinesischen Boxeraufstands teil.

Nach zwischenzeitlich anderen Verwendungen erhielt er nach dem amerikanischen Eintritt in den Ersten Weltkrieg die Stelle des Navigators auf dem Schlachtschiff USS Arizona. Dieses war als Geleitschiff für Konvois auf dem Atlantik eingesetzt. Im Mai 1918 erhielt er das Kommando über den Truppentransporter USS Plattsburg (SP-1645), der zwischenzeitlich auch den Namen USS City of New York trug. Das Schiff unternahm bis zum Ende des Kriegs im November 1918 vier Fahrten von New York City nach Liverpool. Dabei wurden Soldaten der Amerikanischen Expeditions-Streitkräfte nach England gebracht, von wo sie dann an die Front auf dem europäischen Festland versetzt wurden. Nach Kriegsende war das Schiff mit sieben Überfahrten mit dem Rücktransport der Soldaten befasst.

In den 1920er und frühen 1930er Jahren setzte Bloch seine Offizierslaufbahn sowohl auf See als auch auf dem Festland fort. Er war unter anderem Stabsoffizier im Bureau of Ordnance, das für die Bestellung, Lagerung und den Einsatz von Waffen zuständig war, Kommandeur der Marineräumschiffe der Battle Fleet (Pazifikflotte), Stabschef der Schlachtschiff-Division der Pazifik-Flotte, Waffeninspekteur der Marine (naval inspector of ordnance) und Leiter der Finanzverwaltung der Marine (Navy’s budget officer). In den Jahren 1927 bis 1929 kommandierte er das Schlachtschiff USS California. Das Schiff war der Pazifikflotte zugeteilt und war bis zum Kriegsbeginn im Dezember 1941 das Flaggschiff der US-Flotte im Pazifik. Bloch setzte sich in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg für eine massive Verstärkung der amerikanischen Flottenstreitmacht im Pazifik ein und forcierte unter anderem den Ausbau der Verteidigungsanlagen von Guam mit Blick auf eine militärische Bedrohung durch Japan.

In den Jahren 1934 bis 1936 bekleidete Bloch das Amt des Judge Advocate General of the Navy, des höchsten Juristen der Marine. Danach kommandierte er für kurze Zeit die Zweite Schlachtschiff-Division (Battleship Divison 2) der Pazifikflotte, die in jenen Jahren den Namen Battle Force trug. Bis 1931 wurde sie als Battle Fleet bezeichnet. Am 31. Dezember 1936 übernahm er als Nachfolger von William Daniel Leahy das Kommando über die gesamte amerikanische Pazifikflotte. Dieses Amt bekleidete er bis zum 29. Januar 1938, als er von Edward C. Kalbfus abgelöst wurde. In der Folge übernahm er in der Nachfolge von Arthur Japy Hepburn das Kommando über die United States Fleet, das er zwischen dem 1. Februar 1938 und dem 6. Januar 1940 innehatte.

Danach erhielt er das Kommando über den 14. Marinebezirk, dessen Hauptquartier sich in Pearl Harbor auf Oʻahu befand. In dieser Funktion erlebte er dort am 7. Dezember 1941 den japanischen Angriff, der zum Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg führte. In der Folge gab es eine Untersuchung über mögliche Versäumnisse vor dem Angriff. Dabei wurde auch die Rolle von Bloch untersucht. Letztlich wurden Admiral Husband E. Kimmel und Generalleutnant der Army Walter C. Short als Verantwortliche ausgemacht, die dann auch von ihren jeweiligen Posten abberufen wurden. Bloch wurde nicht weiter belangt und blieb bis zum April 1942 Kommandeur des 14. Marinebezirks. Danach gehörte er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1946 dem Stab der Marineleitung (General Board) an, wo er Vorsitzender der Unterabteilung Navy Board for industrial production awards war.

Der mit Augusta Kent (1873–1968) verheiratete Offizier starb am 4. Oktober 1967 und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen Claude Bloch erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:

Navy Cross Legion of Merit Specially Meritorious Service Medal Spanish Campaign Medal Philippine Campaign Medal China Relief Expedition Medal Cuban Pacification Medal World War I Victory Medal American Defense Service Medal Asiatic-Pacific Campaign Medal American Campaign Medal World War II Victory Medal

Weblinks

Bloch bei Find a Grave (zuletzt abgerufen am 27. April 2026) Nachruf in der NY Times (zuletzt abgerufen am 27. April 2026) Bloch bei der Naval Academy (zuletzt abgerufen am 27. April 2026) Bloch in der Kentucky Historical Society (zuletzt abgerufen am 27. April 2026)

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