Toamasina clarki ist eine Art der Krabben-Familie Deckeniidae und einziger Vertreter der Gattung Toamasina. Die Süßwasserkrabbe ist ausschließlich im Norden Madagaskars verbreitet und wurde bislang nur am Berg Akirindro nordnordwestlich von Ambinantelo in der Region Analanjirofo im Norden der Provinz Toamasina nachgewiesen. Sie hält sich entlang von Bächen und Flüssen im feuchten Tiefland unterhalb 900 m auf. Der Artname ist Paul F. Clark vom Londoner Natural History Museum gewidmet.

Merkmale Der Carapax ist, mit Ausnahme schwacher Kiele an den vorderen seitlichen Ecken, glatt. Die Stirn ist schmal. Die epigastrischen Kämme und der Epibranchialzahn sind auf Höhe des hinteren Augenhöhlenrandes nach vorn verlagert. Die Postorbitalkämme sind schwach entwickelt und enden vor dem Epibranchialzahn. Die Unteraugenhöhlenregion ist glatt, mit Ausnahme einer horizontalen Körnerreihe. Im Bereich des Pterygostoms tritt ein kleines Körnerfeld nahe des dritten Maxillipeden auf. Das Endglied der Palpe der Mandibelar ist zweilappig, der vordere Lappen ist auffällig und mittelgroß. Der Exopodit des dritten Maxillipeden trägt eine lange Geißel, die etwa so lang wie der Merus ist. Das Ischium weist innenseitig eine tiefe vertikale Rinne auf.

Die Naht zwischen den Sterniten S2/3 ist tief und quert das komplette Sternum, die zwischen S3/4 ist breit U-förmig und an den Ecken tief, erreicht aber nicht den Vorderrand der Subpleonalhöhle. Deren Vorderabschnitt weist keine Borsten auf. Die Sterniten S4/5 treffen das Pleon an der Naht zwischen den Somiten 5/6.

Die linke Schere ist größer, die Schneidekante des feststehenden Fingers (Pollex) ist im proximalen Drittel mit vier großen Mahlzähnen bewehrt, welche von einem mittelgroßen und kleinen Zahn gefolgt werden. Schneidekante des beweglichen Fingers (Dactylus) ist proximal mit vier großen Zähnen bewehrt, denen kleine Zähne folgen. Der Dactylus der linken Schere ist deutlich gebogen, der Propodus länger und höher als bei der rechten Schere und innenseitig eingedrückt. Die Schneidekanten beider Finger der rechten Schere sind mit kleinen scharfen Zähnen bewehrt. Der distale Zahn am Innenrand des Carpus beider Scherenbeine ist groß und spitz, der proximale Zahn kleiner, zugespitzt und von kleinen Körnern gefolgt. Die Unterränder des Merus sind mit kleinen abgerundeten Zähnen bewehrt, von denen der distale am größten ist. Der Unterrand des Ischiums trägt eine Reihe kleiner, abgerundeter Zähne.

Die Schreitbeine sind mittellang. Der Hinterleib der Männchen (Pleon und Telson) ist dreieckig. Der sechste Somit ist relativ breit und hat leicht konkave Seitenränder, das Telson hat gerade Seitenränder und ein abgerundetes Ende. Das erste Gonopodium ist mittelgroß, schlank, in der Mitte verdickt, die distale Hälfte gerade und das Ende spitz. Am Übergang zum letzten Glied erhebt sich am Außenrand eine Schulter. Das Endglied des zweiten Gonopodiums ist lang, geißelartig und gerade.

Die Erstbeschreibung basiert auf einem einzigen Männchen mit einer Carapaxbreite von 43 mm.

Einzelnachweise

Kategorie:Hydrothelphusinae (Unterfamilie) Kategorie:Hydrothelphusinae Kategorie:Endemisches Tier Madagaskars