mini|hochkant|Frank H. Brumby Frank Hardeman Brumby (* 11. September 1874 in Athens, Georgia; † 16. Juli 1950 in Portsmouth, Virginia) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der amerikanischen Battle Force. Zwischen 1931 und 1941 war dies der offizielle Name der United States Pacific Fleet.
Leben Frank Brumby war ein Sohn von John Wallis Brumby (1843–1914) und dessen Frau Arabella H. Hardeman (1845–1929). Der Vater war während des Amerikanischen Bürgerkriegs Hauptmann (Captain) des Konföderiertenheeres in einer Kavallerieeinheit aus Georgia. Im Jahr 1895 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.
Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Während des Spanisch-Amerikanischen Kriegs diente er an Bord des Kreuzers New York, dem Flaggschiff von Admiral William Thomas Sampson. Dabei war er an der Seeschlacht vor Santiago de Cuba beteiligt. Im weiteren Verlauf wurde er in den Fernen Osten versetzt, wo er am Philippinisch-Amerikanischen Krieg beteiligt war. Er gehörte zur amerikanischen Verhandlungsdelegation bei der philippinischen Kapitulation in Manila.
In den folgenden Jahren setzte er seine Offizierslaufbahn an verschiedenen Orten und auf mehreren Schiffen fort. 1905 wurde er zur Ausbildungsschwadron der Atlantik-Flotte (Atlantic Training Squadron) versetzt und im Jahr 1907 absolvierte er das Naval War College in Newport in Rhode Island. Später war er Navigator auf dem Schlachtschiff USS New Hampshire. Dieses war im Mai 1911 zu einem Besuch in Sankt Petersburg im damaligen Russischen Kaiserreich eingesetzt. Dabei wurden die Offiziere des Schiffs von Zar Nikolaus II. zu einem Abendessen eingeladen.
Zur Zeit des amerikanischen Eintritts in den Ersten Weltkrieg war Brumby Kommandeur des Geschützten Kreuzers USS Cincinnati (C-7). Dieser war zunächst im Fernen Osten stationiert und traf im Dezember 1917 in San Diego in Kalifornien ein. Auf dem Weg zur Atlantik-Flotte leistete die Besatzung des Schiffs in Puerto San José in Guatemala nach einem Erdbeben humanitäre Hilfe. Nach dem Eintreffen des Schiffes an der amerikanischen Ostküste wurde es als Patrouillenboot im Golf von Mexiko eingesetzt.
Nach dem Krieg kommandierte Frank Brumby unter anderem die Schlachtschiffe USS Kansas (1920–1921) und USS New Mexico (1924–1926). Danach absolvierte er am Naval War College einen Fortbildungslehrgang. Anschließend erhielt er das Kommando über die U-Boot-Kontrolleinheit (Submarine Divisions, Control Force). Im Dezember 1927 kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Zerstörer der Küstenwache und einem U-Boot, das anschließend sank. Brumby war für die Rettungsmaßnahmen zuständig, die aber, auch auf Grund ungünstigen Wetters, scheiterten. Die Besatzung des U-Boots kam ums Leben und Brumby wurde fehlerhaftes Verhalten vorgeworfen. Ein Untersuchungsausschuss forderte seine Abberufung und Entlassung. Letztlich wurde von der Marineleitung diese Forderung abgelehnt und Brumby konnte seine Laufbahn fortsetzen.
Bis zum November 1928 blieb er Kommandeur der Control Force. Danach übernahm er die Leitung des Board of Inspection and Survey, dessen Aufgabe die Überwachung und Kontrolle der Materialverwaltung der Marine war. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Juni 1929. Nach einer zwischenzeitlich anderen Verwendung wurde er Kommandeur der Marinewerft Norfolk in Virginia. Diese Aufgabe erfüllte er zwischen Mai 1930 und September 1932. Anschließend erhielt er das Kommando über die Erste Schlachtschiffdivision (Battleship Division 1) der Battle Fleet (Pazifikflotte). Im Mai 1933 wurde er neuer Kommandeur der Scouting Fleet. Diese Bezeichnung trug damals die Atlantikflotte der US Navy. Diesen Auftrag erfüllte er bis zum Juni 1934.
Am 15. Juni 1934 übernahm Frank Brumby als Nachfolger von Joseph M. Reeves das Kommando über die amerikanische Pazifik-Flotte (Battle Force). Dieses Amt bekleidete er bis zum 1. April 1935, als er von Harris Laning abgelöst wurde. Danach kommandierte er bis 30. September 1938 den fünften Marinebezirk in Norfolk. Gleichzeitig befehligte er den dortigen Marinestützpunkt. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.
Der seit 1907 mit Isabelle Truxtun (1879–1976) verheiratete Offizier starb am 16. Juli 1950 und wurde auf dem Oconee Hill Cemetery in seiner Geburtsstadt Athens beigesetzt.
Weblinks
Brumby in der Military Hall of Honor (zuletzt abgerufen am 18. Januar 2026, im April 2026 nicht mehr erreichbar) Brumby bei Family Search(zuletzt abgerufen am 26. April 2026) Nachruf in der NY Times (zuletzt abgerufen am 26. April 2026) Brumby in der Liste der Kommandeure des fünften Marinebezirks (zuletzt abgerufen am 26. April 2026)
Kategorie:Admiral (United States Navy) Kategorie:Kommandeur United States Pacific Fleet Kategorie:Person im Spanisch-Amerikanischen Krieg Kategorie:Person im Philippinisch-Amerikanischen Krieg Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Vereinigte Staaten) Kategorie:Absolvent der United States Naval Academy Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1874 Kategorie:Gestorben 1950 Kategorie:Mann