mini|hochkant|Dorfkirche Kropstädt mini|Nordostansicht Die evangelische Kirche Kropstädt ist eine im Kern romanische Saalkirche im Ortsteil Kropstädt der Lutherstadt Wittenberg im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Pfarrbereich Zahna-Elster im Kirchenkreis Wittenberg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 35359 in der Denkmalliste von Sachsen-Anhalt eingetragen.
Geschichte und Architektur Die im Ursprung romanische Feldsteinkirche mit eingezogenem Chor und Apsis stammt aus der Zeit um 1200, davon ist die halbrunde Apsis aus regelmäßig versetzten Granitquadern mit drei rundbogigen Fenstern weitgehend erhalten. Zwei mächtige Strebepfeiler stammen vermutlich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. An der Südwand des Chores und an der Nordwand des Schiffs sind unter dem Putz vermauerte Pforten erhalten.Informationen im Dehio online
In den Jahren um 1830–1850, vermutlich in Zusammenhang mit dem Neubau des Ritterguts, wurde eine klassizistische Veränderung beim Wiederaufbau nach Zerstörung durch napoleonische Truppen vorgenommen; dabei wurden die Dachstühle über dem Chor und dem Schiff erhöht und große Rechteckfenster eingebaut. Die Westfassade ist mit mächtigen, die Trauflinie überragenden Strebepfeilern, dreiteiliger Klangarkade und Quaderputz versehen. Im Jahr 1955 wurde die Gliederung reduziert. Die Sonnenuhr ist auf das Jahr 1724 datiert. An der Nordseite des Chores befindet sich ein Anbau mit Sakristei und Patronatsloge. Die großen Rechteckfenster wurden wohl im Jahr 1830 eingebrochen. Restaurierungen erfolgten in den Jahren 1896 und 1955.
Der Innenraum wird durch die zweigeschossige Hufeisenempore von 1850 geprägt, gleichzeitig entstanden das Gestühl und das Chorgitter. Die historistische Ausmalung aus der Zeit um 1896 wurde um das Jahr 1955 beseitigt.
Ausstattung Der spätgotische, achteckige Taufstein stammt aus der Kirche von Ruhlsdorf. Die Orgel ist ein Werk aus der Zeit um 1830. Epitaphgemälde erinnern an Anna Henning († 1625), ein weiteres an einen Patronatsherren (vermutlich Löser, um 1620). Ein Abendmahlsbild stammt aus dem ehemaligen Altaraufsatz um 1690 und ist in der Art des Johann Amberger ausgeführt. Unter der Treppe zur Empore befindet sich eine figürliche Grabplatte für einen Gutsbesitzer Löser aus der Zeit um 1620. Zwei Bronzeglocken sind um 1300 und 1618 entstanden. An der Nordfassade des Schiffs befinden sich zwei figürliche Grabplatten aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts sowie zwei Inschriftgrabsteine aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts.
Literatur
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
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