Hellefossen ist ein Wasserfall im norwegischen Fluss Drammensvassdraget, etwas oberhalb des Zentrums von Hokksund. Er liegt in der Gemeinde Øvre Eiker in Buskerud.
Geschichte links|mini|Gemälde von Johan Christian Dahl, 1838 Der Ort um Hellefossen war schon früh für seinen Lachsbestand bekannt. In Dokumenten aus der Zeit von Harald IV. (1130–1136) ist vermerkt, dass die Lachsfischerei dort lief. An anderer Stelle wird auch erwähnt, dass sich in der Nähe eine Kapelle namens „Helgehus“ befand.
Am Hellefossen gab es zwei Teiche: im Südwesten Hoensmælen und im Nordosten Ullermælen. Die Teiche waren für die Fischzucht, in denen Lachse, die über den Wasserfall sprangen, hineinfielen und gefischt werden konnten. Die Teiche in Hellefossen wurden bereits im frühen 13. Jahrhundert erwähnt. Später wurden Mauern errichtet, um die Teiche vor Überschwemmungen und später vor Treibholz zu schützen. Außerdem wurde ein Damm gebaut, um den Wasserzufluss zu den Teichen zu regulieren. Später begann man, mit Floßen zu fischen. J. C. Dahl zeichnete 1838 ein Gemälde des Hellefossen, das im Nationalmuseum Oslo hängt.
Später sicherte der Lachsfang unterhalb des Wasserfalls mehreren Familien ihren Lebensunterhalt. Gefischt wurde mit Netzen und Ruderbooten.
1952 wurde das Wasserkraftwerk Hellefoss am Wasserfall errichtet und 1953 in Betrieb genommen. Das Kraftwerk nutzt den Fall von 5,3 Metern. Es handelt sich um ein Laufwasserkraftwerk. Eigentümer ist Hellefoss Kraft, Betrieb erfolgt durch Glitre Energi Produksjon.
Heute ist das Sportfischen unterhalb des Wasserfalls sehr beliebt. Im Jahr 2003 wurden fast 16 Tonnen Lachs gefangen.
Einzelnachweise
Kategorie:Flusssystem Drammensvassdraget Kategorie:Wasserfall in Norwegen Kategorie:Øvre Eiker