Die Alte Mühle war ein Mühlenetablissement und späterer Wohnplatz im Gemeindebezirk GömnigkPeter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 275), heute ein Ortsteil der Stadt Brück im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. In späteren amtlichen und statistischen Verzeichnissen ging sie vollständig in Gömnigk auf.

Geschichte Die Alte Mühle wurde erstmals im Jahr 1251 urkundlich erwähnt, einmal als molendinum Rodestock und einmal als Molendinum Gomenik prope Rostock. Bis 1251 gehörte sie dem Grafen von Belzig, von 1251 bis 1542 dem Kloster Lehnin. Seit 1453 bestand ein Afterlehen der Familie Brandt von Lindau zu Wiesenburg; später war die Mühle dem Gut Klein Glien zugeordnet. Nach der Säkularisation des Klosters Lehnin wurde 1545 ein Lehnsnexus von Kursachsen in Anspruch genommen, d. h. eine persönliche Rechtsbeziehung im Mittelalter, die durch das Lehnswesen zwischen einem Lehnsherrn und seinem Vasallen entstand. In den Jahren 1496 und 1506 wurde die Alte Mühle gemeinsam mit Gömnigk genannt.

Für das Jahr 1542 sind ein Müller und zwei Dienstboten belegt. In den Jahren 1550 und 1591 bestand die Mühle jeweils mit zwei Gängen; die Zuständigkeit lag weiterhin bei der Familie Brandt von Lindau. Im Jahr 1791 wurde sie als Alte Mühle bei Gömnigk bezeichnet. Seit 1822 gehörte die sogenannte Alte Mühle zum Rittergut Klein Glien.

Im Jahr 1858 umfasste das Areal insgesamt 243 Morgen, davon sechs Morgen Gehöfte, 134 Morgen Ackerland, 23 Morgen Wiesen und 80 Morgen Wald. Im selben Jahr bestanden zwei Wohngebäude und 14 Wirtschaftsgebäude, darunter eine Wassergetreidemühle, eine Wassersägemühle, eine Wasserölmühle sowie eine Ziegelei. Sie war bis 1859 ein gemeindefreies Etablissement und wurde danach der Gemeinde Gömnigk zugerechnet. Kirchlich war die Alte Mühle nach Rottstock eingepfarrt.

Zu den Einwohnerzahlen sind nur unvollständige Angaben überliefert. Um 1810 wurden elf Einwohner genannt, im Jahr 1837 waren es sieben, 1858 wieder 17, im Jahr 1871 zehn und im Jahr 1885 elf Einwohner. In den Jahren 1895 und 1905 lebten sieben Personen im Wohnplatz.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 276)

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 275 und 276)

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1251 Kategorie:Brück