mini|hochkant|Lucien Girardier (1997) Lucien Girardier (* 29. Dezember 1929 in La Chaux-de-Fonds; † 14. April 2024; heimatberechtigt in Rochefort und Neuenburg) war ein Schweizer Physiologe und Professor an der Universität Genf. Er war bekannt für seine Forschungen in den Bereichen Bioenergetik, Bioelektrizität, Endokrinologie und Kalorimetrie. 1973 wurde ihm der Marcel-Benoist-Preis verliehen.

Leben und Karriere Lucien Girardier wurde als Sohn des Revierförsters Marcel Henri Girardier und der Georgette geb. Bornand geboren. Später heiratete er Ginette Vuilleumier aus Tramelan und La Sagne.

Girardier studierte Medizin an der Universität Neuenburg und der Universität Genf und schloss 1957 mit dem Staatsexamen und 1959 mit dem Doktorat ab. Anschliessend forschte er 1960 an der Columbia University in New York und 1961 am Marine Biological Laboratory in Woods Hole, Massachusetts.

Er wurde 1967 zum Assistenzprofessor für Physiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Genf ernannt, 1970 zum ausserordentlichen Professor, 1973 zum ordentlichen Professor und 1995 zum Honorarprofessor. Zu seinen Lehr- und Forschungsgebieten gehörten Bioenergetik, Bioelektrizität, Endokrinologie, Stoffwechsel und Erregungsbildung des Herzens sowie die neurogene Steuerung des Blutzuckers.

1973 erhielt er den Marcel-Benoist-Preis für seine Arbeiten über die direkte Mikro- und Makrokalorimetrie und deren Anwendung in der Pathophysiologie des Menschen und in der Grundlagenforschung.

Literatur Recueil des professeurs de l’université de Genève. 1990. Martin Stuber, Sabine Kraut: Der Marcel Benoist-Preis 1920–1995. Die Geschichte des eidgenössischen Wissenschaftspreises. Bern 1995.

Kategorie:Humanphysiologe Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Genf) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1929 Kategorie:Gestorben 2024 Kategorie:Mann