Ninja Motherf*cking Destruction ist ein deutscher Spielfilm von Lotta Schwerk aus dem Jahr 2025. Der Film begleitet die Freundschaft von Leonie und Marlene über mehrere Jahre und erzählt vom queeren Erwachsenwerden, von erster Liebe, Trennung und Selbstfindung.
Handlung Mit 18 Jahren sind Leonie und Marlene beste Freundinnen und überzeugt, dass nichts sie trennen kann. Als Leonie sich in Naomi verliebt, entfernt sie sich jedoch zunehmend von Marlene. Die Beziehung zu Naomi überfordert Leonie. Erst nach der Trennung erkennt sie, wie sehr sie sich isoliert hat. Leonie beginnt eine Ausbildung zur Gärtnerin in Brandenburg. Dort versucht sie, ihr Leben neu zu ordnen. Nach Jahren der Entfremdung sucht sie wieder die Annäherung an Marlene.
Veröffentlichung Der Film wurde zwischen 2017 und 2024 realisiert und hatte am 21. Januar 2025 beim Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken seine Uraufführung. Der deutsche Kinostart fand am 16. Juli 2026 statt. Salzgeber führt den Film als deutscher Verleih.
Rezeption Laura Sternberg bezeichnete den Film im Sissy Magazin als „filmisches Zeitdokument über das Erwachsenwerden“, das nicht nur die Entwicklung seiner Figuren, sondern auch diejenige der Darstellerinnen und des Filmteams sichtbar mache. Die über acht Jahre entstandene Produktion gewinne gerade dadurch an Authentizität, dass sie Veränderungen der schauspielerischen Leistungen und der filmischen Handschrift nicht verberge. Sternberg fand in der teilweise assoziativen Dramaturgie, den ungekennzeichneten Zeitsprüngen und einzelnen zerfaserten Passagen Orientierungsschwierigkeiten. Allerdings liegt in dem Rohen und Unfertigen auch eine Entsprechung in den widersprüchlichen Erfahrungen des Erwachsenwerdens. Als besondere Stärken hob sie die emotional wahrhaftige Darstellung weiblicher Freundschaft sowie den selbstverständlichen Umgang mit der queeren Liebesbeziehung hervor, deren Konflikte nicht aus gesellschaftlicher Ablehnung, sondern aus persönlichen Unsicherheiten, psychischen Belastungen und mangelnder Kommunikation entstünden.
Cosima Lutz stellt im Filmdienst besonders Fion Muterts Kamera heraus, die sich den Gesichtern der Protagonistinnen mit großer Nähe und Neugierde widme und dem Film zusammen mit den situativ genauen Dialogen einen dokumentarischen Charakter verleihe. Sie hob außerdem Emma Suthes Darstellung der kleinen Brüche und Unsicherheiten im intimen Verhalten der Hauptfigur sowie Marie Tragoustis Spiel zwischen Souveränität und Verletzlichkeit hervor. Der Filmdienst fasste den Film als kraftvolles und berührendes Frauen- und Freundschaftsporträt zusammen, das die Gefühlswelt junger Menschen trotz einiger Längen treffsicher erfasse.
Maxi Braun betonte in epd Film die konsequente Erzählperspektive der queeren Protagonistin. Die sinnliche und flirrende Bildgestaltung treffe den jeweiligen emotionalen Ton und verbinde die individuelle Entwicklung der Hauptfigur mit einem universell verständlichen Porträt des Erwachsenwerdens.
Auszeichnungen
2025: Achtung Berlin Filmfestival – New Berlin Film Award in der Kategorie Beste Regie für Lotta Schwerk 2025: Achtung Berlin Filmfestival – New Berlin Film Award in der Kategorie Bestes Schauspiel für Emma Suthe
Weblinks
Ninja Motherf*cking Destruction beim deutschen Verleih Salzgeber
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2025 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Homosexualität im Film