Santa Isabel do Pará, auch bekannt als Santa Izabel do Pará, ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Pará in der Nordregion des Landes. Sie liegt knapp 36 Kilometer von der Hauptstadt Belém entfernt und ist Teil der Metropolregion Belém. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 79.000 geschätzt.

Geografie und Klima Santa Isabel do Pará liegt im Nordosten des Bundesstaates Pará in der Nähe der Hauptstadt Belém auf einer Höhe von etwa 25 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet gehört zum östlichen Teil des Amazonas-Regenwalds und ist von Flussläufen und Feuchtgebieten geprägt. Das wichtigste geographische Merkmal ist der Rio Caraparu, der im Distrikt Americano entspringt, sich über etwa 85 km erstreckt und in den Rio Guamá (südliche Gemeindegrenze) mündet.

Das Klima ist tropisch mit ganzjährig hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei etwa 26,7 °C, mit einer ausgeprägten Regenzeit.

Geschichte Die Ursprünge der heutigen Gemeinde gehen auf koloniale Siedlungen entlang wichtiger Verkehrs- und Handelsrouten im Amazonasgebiet zurück. Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Region im Zuge der wirtschaftlichen Expansion rund um die Hauptstadt Belém, insbesondere während des Kautschukbooms. Das Wachstum der Ortschaft ist mit dem Bau der alten Bragança-Eisenbahn im späten 19. Jahrhundert verbunden, die die Städte Bragança und Belém (im Nordosten des Bundesstaates) verband, um die Hauptstadt von Pará mit landwirtschaftlichen Produkten zu versorgen.

Im 20. Jahrhundert wuchs die Ortschaft weiter und wurde 1938 offiziell zur eigenständigen Gemeinde erhoben. 1943, wurde sie in João Coelho umbenannt, bis sie 1961 ihren ursprünglichen Namen zurückerhielt und den Namen des Bundesstaates, zu dem sie gehört, hinzufügt wurde. Seit dem frühen 20. Jahrhundert verzeichnet Santa Isabel do Pará ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum und eine Urbanisierung, das eng mit der Expansion des Ballungsraums Belém sowie der Verbesserung der Verkehrsverbindungen zusammenhängt.

Demografie Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf rund 79.000 geschätzt. Die Bevölkerung ist überwiegend urban geprägt. Drei Viertel der Einwohner gehört zur Gruppe der Pardos mit ethnisch gemischter Abstammung.

JahrEinwohner199133.329200043.227201059.466202273.019Volkszählungen

Wirtschaft Die Wirtschaft von Santa Isabel do Pará ist stärker diversifiziert als in vielen anderen Gemeinden des Bundesstaates. Bedeutende Sektoren sind Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungen. In der Umgebung werden unter anderem Gemüse angebaut und Viehzucht betrieben. Die Gemeinde ist ein bedeutender Produzent von Tierfutter.

Aufgrund der Nähe und guten Anbindung zu Belém spielt die Gemeinde auch eine Rolle als Wohn- und Pendlerstandort. Kleinere Industrie- und Verarbeitungsbetriebe ergänzen die lokale Wirtschaftsstruktur. Die Ortschaft liegt günstig am Schnittpunkt der Fernstraßen BR-316 (Verbindung zu den Hauptstädten und anderen brasilianischen Bundesstaaten) und der Landesstraße PA-140.

Religion Santa Isabel do Pará gehört überwiegend zum Einflussbereich der römisch-katholischen Kirche und ist Teil des Erzbistum Belém do Pará. Daneben auch zahlreiche protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten.

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Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Pará Kategorie:Município in Pará Kategorie:Gemeindegründung 1938