Icó ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Ceará im Nordosten des Landes. Sie liegt im Süden des Bundesstaates und ist eines der historisch bedeutendsten Zentren der Region. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 65.000 geschätzt.
Geografie und Klima Icó liegt im Süden des Bundesstaates Ceará auf einer Höhe von etwa 150 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich im Einzugsgebiet des Rio Salgado, einem Nebenfluss des Rio Jaguaribe.
Das Klima ist semiarid-tropisch mit hohen Temperaturen und unregelmäßigen Niederschlägen. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 21 und 38 °C. Die Vegetation ist überwiegend von der Caatinga geprägt.
Geschichte Das weitere Umland von Zentral-Ceará wurde im 17. Jahrhundert erschlossen, und die Stadt wurde 1738 gegründet und 1864 zu einer Gemeinde. Icó erreichte im 18. Jahrhundert seinen Höhepunkt als Handelszentrum, das das Hinterland des Sertão mit der Küste verband. Aus dieser Zeiot sind noch historische Gebäude vorhanden wie das prachtvolle Teatro da Ribeira dos Icós. Die Gemeinde erlebte aufgrund aufeinanderfolgender Dürren und eines sich auf die südlichen und südöstlichen Provinzen Brasiliens konzentrierenden Rindermarktes einen wirtschaftlichen Niedergang. Dieser Prozess wurde durch den Bau der Baturité-Eisenbahn im Jahr 1870 noch verstärkt, wodurch Icó an den Rand des regionalen Handels gerückt wurde.Guia dos bens tombados do Ceará Fortaleza: Secretaria da Cultura e Desporto. 1995. S. 122–123.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlangte Icó aufgrund des Dürrehilfeprojekts, das den Lima-Campos-Staudamm und die Autobahn BR-116 umfasste, wieder an Bedeutung.
Demografie Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 65.000 Personen geschätzt. Die Bevölkerung lebt zur Hälfte in ländlichen Gebieten und 2022 waren weiterhin ein Viertel der Bevölkerung Analphabeten. Ethnisch gehörte die Mehrheit der Bevölkerung zur Gruppe der Pardo (Farbige) mit vermischter Abstammung.
JahrEinwohner199160.466200062.521201065.357202262.642Volkszählungen
Wirtschaft Die Wirtschaft von Icó basiert auf Landwirtschaft, Viehzucht sowie Handel und Dienstleistungen. Die Region produziert unter anderem Mais, Bohnen und tierische Erzeugnisse wie Milch und Eier.
Auch Potenzial für den Tourismus besteht. Das historische Stadtzentrum mit kolonialer Architektur wurde unter Denkmalschutz gestellt.
Religion Icó gehört zum römisch-katholischen Bistum Iguatu. Neben der katholischen Kirche sind auch protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Ceará Kategorie:Município in Ceará Kategorie:Gemeindegründung 1738