Veronika «Vroni» Keller (* 16. Juni 1964) ist eine ehemalige Schweizer Handballspielerin und -trainerin. Sie ist Rekordtorschützin der Schweizer Nationalmannschaft.
Karriere Als Spielerin Vroni Keller bestritt als Fünfjährige ihr erstes Handballturnier.Fritz Bischoff: Handball: Vroni Keller sagt Tschüss. In: tagblatt.ch, 8. April 2026, abgerufen am 22. April 2026. Als 13-Jährige begann sie beim SV Fides St. Gallen vereinsmässig Handball zu spielen. Bereits mit 14 wurde sie in die erste Mannschaft aufgenommen.Julia Nehmiz: Vroni Kellers Abschied. In: tagblatt.ch, 9. Mai 2015, abgerufen am 23. April 2026. Sie schaffte mit dem Verein zweimal den Aufstieg in die höchste Schweizer Liga. 1986 wechselte sie zum LC Brühl Handball. Mit diesem Verein gewann sie zwischen 1987 und 1997 sämtliche Meistertitel und 2002 das Double aus Meisterschaft und Cup.Marcel Burkhard: Veronika Keller, handball-hall-of-fame.ch, 1. Mai 2019, abgerufen am 22. April 2026. 2002 trat sie als aktive Spielerin zurück. Angebote, in eine ausländische Liga zu wechseln, lehnte Keller ab, weil sie sich im Studium zur Turn- und Sportlehrerin befand.Kopf des Tages: Ein Verein – ein Name. In: St. Galler Tagblatt, 8. Mai 2009.
Keller bestritt zwischen 1981 und 1993 100 Länderspiele für die Schweizer Nationalmannschaft. Mit 474 Toren ist sie bis heute Rekordtorschützin. Mit der Schweiz nahm sie 1985 an der B-Weltmeisterschaft und 1991 an der C-Weltmeisterschaft teil.
Als Trainerin Keller war von 2000 bis 2003 Assistenztrainerin von Zoltán Balogh beim LC Brühl Handball. Von 2003 bis 2015 war sie Cheftrainerin. Unter ihrer Leitung gewann der Club fünf Meistertitel und sechsmal den Cup.Ostschweiz – Handball-Trainerin Vroni Keller tritt zurück. In: Schweizer Radio und Fernsehen, 17. März 2014, abgerufen am 22. April 2026. 2011 wurde sie bei den Swiss Handball Awards als beste Trainerin ausgezeichnet; 2015 erhielt sie den «Special Award». 2017 wurde sie als Trainerin in die Swiss Handball Hall of Fame aufgenommen.2017 – Schweiz: Aufnahme in die Handball Hall of Fame, handball-hall-of-fame.ch, abgerufen am 22. April 2026. Mitten in der Saison 2019/20 übernahm sie nach dem Rücktritt von Rolf Erdin noch einmal interimistisch das Cheftraineramt beim LC Brühl, ehe die Saison wegen der COVID-19-Pandemie abgebrochen wurde.Daniel Good: Eklat im St. Galler Frauenhandball: Der Meistertrainer tritt per sofort ab. In: St. Galler Tagblatt. 21. Februar 2020, abgerufen am 22. April 2026.
Von 2013 bis 2026 war Keller zudem Assistenztrainerin der Schweizer Nationalmannschaft. Sie arbeitete unter den Cheftrainern Jesper Holmris, Martin Albertsen und Knut Ove Joa. 2022 nahm das Schweizer Team erstmals an einer Europameisterschaft und 2025 an einer Weltmeisterschaft teil.Brigitte Wenger: Vroni Keller ist seit fast 50 Jahren die Konstante im Frauenhandball der Schweiz. Nun hört sie auf. In: nzz.ch, 22. April 2026, abgerufen am 22. April 2026. Nach Abschluss der erfolgreichen Qualifikation für die Europameisterschaft 2026 trat Keller von ihrem Amt zurück, auf den Tag genau 45 Jahre nach ihrem ersten Länderspiel als Spielerin.EM-Ticket schon in der Tasche – Handball-Nati mit Schaulaufen zum Abschluss der Qualifikation, SRF Sport, 12. April 2026, abgerufen am 23. April 2026.
Erfolge als Spielerin Schweizer Meister (12): 1987–1997, 2002 Schweizer Cup: 2002
als Trainerin Schweizer Meister (5): 2007, 2008, 2009, 2011, 2012 Schweizer Cup (6): 2004, 2006, 2008, 2009, 2010, 2012
Als Assistenztrainerin gewann sie ausserdem 2002 und 2003 jeweils das Double.
Weblinks Vroni Keller auf der Seite der Schweizer Handballnationalmannschaft Veronika Keller auf der Seite handball-hall-of-fame
Einzelnachweise
Kategorie:Handballnationalspieler (Schweiz) Kategorie:Handballspieler (LC Brühl Handball) Kategorie:Handballtrainer (LC Brühl Handball) Kategorie:Schweizer Meister (Handball) Kategorie:Rückraumspieler Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1964 Kategorie:Frau