Als Moskauer Aktionismus wird eine neue Form der Performancekunst bezeichnet, die Anfang bis Mitte der 1990er Jahre in Russland aufkam. Er ist durch provokative Aktionen an vorwiegend öffentlichen Orten in Moskau charakterisiert. Die wichtigsten Vertreter sind Anatoli Felixowitsch Osmolowski, Aleksandr Brener und Oleg Kulik.

Beschreibung Die Aktionen des Moskauer Aktionismus sind teilweise zwar von westlichen Konzepten inspiriert, die Bewegung hat ihren Ursprung aber in russischer Performance- und Körperkunst. Die Künstler des Moskauer Aktionismus setzten zumeist ihren eigenen Körper auf sehr drastische Art und Weise in ihren auf Unmittelbarkeit, Schock- und Skandalästhetik bedachten Aktionen ein. Diese radikale Körperkunst der Moskauer Aktionisten hatte primär das Ziel des Protestes um des Protestes willen. Damit reagiert sie auf die sich zu diesem Zeitpunkt ständig verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im postsowjetischen Russland. Insbesondere in den frühen Jahren profitierten die Künstler und Künstlerinnen von den neu aufkommenden russischen Massenmedien, die auf Skandale angewiesen waren.

Die Bewegung brachte nicht nur aktionistische Werke hervor, auch literarische Formen, großformatige Fotografien oder TV-Experimente wurden genutzt.

Einzelnachweise

Kategorie:Kunst (Moskau)