mini|István Kapitány (2026) István Kapitány (* 1961 in Debrecen, Komitat Hajdú-Bihar) ist ein ungarischer Unternehmer und Politiker (TISZA). Er ist seit 12. Mai 2026 Minister für Wirtschaft und Energie des Landes.
Leben Kapitány wurde als Sohn eines Piloten der Malév geboren. Sein Vater verstarb 1962 bei einem Flug (Malév-Flug 355) von Budapest über Frankfurt nach Paris, als die Maschine, eine Iljuschin Il-18, im Landeanflug in der Nähe des Zielflughafens (Flughafen Le Bourget) verunglückte.
Er wuchs in Budapest auf und schloss 1984 sein Studium als Betriebswirt an der Hochschule für Handel und Gastgewerbe (Kereskedelmi és Vendéglátóipari Főiskolá), die Vorgängerin der heutigen Wirtschaftshochschule Budapest, ab. Anschließend arbeitete er in einem Budapester Einkaufszentrum, dessen stellvertretender Geschäftsführer er wurde. 1987 wechselte er zur ungarischen Tochtergesellschaft von Shell und war am Aufbau des Tankstellennetzes und der zugehörigen Einzelhandelskonzepte beteiligt. Anschließend übernahm er Führungspositionen bei Shell in Ungarn und wechselte Anfang der 1990er Jahre als Unternehmensberater nach London. In den folgenden Jahren war er in verschiedenen internationalen Funktionen tätig, unter anderem als Regionaldirektor in Südafrika und in Mittel- und Osteuropa. Später verantwortete er das Einzelhandelsgeschäft von Shell in Deutschland. Ab 2014 war er als globaler Vizepräsident für den Geschäftsbereich Retail tätig und damit für das weltweite Tankstellennetz des Unternehmens zuständig. In dieser Rolle war er bis zu seinem Austritt aus dem Konzern 2024 laut Forbes der höchstrangige ungarische Manager in einem globalen Unternehmen.
Kapitány ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er ist seit 2023 Träger des Offizierskreuzes des Ungarischen Verdienstordens.
Politik Kapitány schloss sich im Herbst 2025 der Tisza-Partei an, als deren Experte er in wirtschafts- und energiepolitischen Fragen im Januar 2026 vorgestellt wurde. Bei der Parlamentswahl 2026 zog er über den Listenplatz fünf der Tisza-Partei in das Parlament ein. Am 20. April 2026 wurde bekannt, dass er im Kabinett von Péter Magyar das Amt des Ministers für Wirtschaft und Energie übernehmen werde.
Einzelnachweise
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