Die Usambara war ein Kombischiff der Deutschen Ost-Afrika-Linie (DOAL), das von 1923 bis 1939 von Hamburg aus nach Afrika eingesetzt wurde. Ab 1939 diente es der Kriegsmarine als Wohnschiff und wurde letztlich 1945 versenkt.

Geschichte Auf der Hamburger Werft Blohm & Voss entstand die Usambara als Baunummer 397 und stand am 30. August 1922 zum Stapellauf bereit.Krüger-Kopiske gibt abweichend den 22. August 1922 als Stapellaufdatum an, vgl. Krüger-Kopiske: Die Schiffe der Deutschen Afrika-Linie. S. 57. Am 7. April 1923 konnte die DOAL das Schiff übernehmen. Zehn Tage später lief es zur Jungfernfahrt aus Hamburg in Richtung Afrika aus. In den Folgejahren wurde die Usambara im Rund-um-Afrika-Dienst betrieben. 1934 wurden die Passagiereinrichtungen neu eingeteilt und dabei die Zweite und Dritte Klasse zur Touristenklasse zusammengelegt. Im August 1939 brach die Usambara zur letzten Reise in Richtung Afrika aus, wurde aber nach Hamburg zurückbeordert, das es am 26. August erreichte.

Am 17. Oktober 1939 übernahm die Kriegsmarine die Usambara, die fortan als Wohnschiff für die Torpedoschule Mürwik diente. Am 1. Juli 1941 wurde das Schiff nach Stettin verlegt,Kludas gibt als Datum der Verlegung den 6. Januar 1944 an, vgl. Kludas: Die Schiffe der deutschen Afrika-Linien. S. 84. wo es fortan als Wohnschiff der 4. U-Flottille lag. Am 11. April 1944 erhielt die Usambara einen Bombentreffer und brannte aus. Während eines Luftangriffs auf Stettin am 20. März 1945 wurde sie erneut getroffen und sank.

Technik Die Usambara war auf dem Hauptdeck 132,12 m lang. Das bis zu 17,75 breite Schiff hatte einen maximalen Tiefgang von 11,42 m. Es war mit 8690 BRT und 5104 NRT vermessen und hatte eine Tragfähigkeit von 7860 t. An Bord fanden 285 Passagiere Platz, davon 108 in der Ersten, 57 in der Zweiten und 120 in der Dritten Klasse. Die Besatzung bestand aus 156 Mann.

Angetrieben wurde das Schiff von einer von Blohm & Voss hergestellten Getriebeturbine, die 3300 PS entwickelte und der Usambara eine Höchstgeschwindigkeit von 12,0 kn ermöglichte.

Literatur

Weblinks

Fußnoten Krüger-Kopiske: Die Schiffe der Deutschen Afrika-Linien. S. 57. Kludas: Die Schiffe der deutschen Afrika-Linien. S. 84.

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