mini|Imaginäres Bild in der Kathedrale von Palestrina Guido Papareschi (auch Guido de Papareschi und Guido de Papa; * im 12. Jahrhundert in Rom; † 22. August 1221 ebenda) war ein italienischer Kardinal und Diplomat der römischen Kirche.

Leben Guido entstammte der vornehmen römischen Familie der Papareschi. Er war ein Verwandter (möglicherweise ein Neffe) von Papst Innozenz II.

Als Mitglied des Rektorenkollegiums der Romana fraternitas unter Papst Lucius III. wurde er im Konsistorium vom September 1190 durch Papst Clemens III. zum Kardinaldiakon der Titeldiakonie Santa Maria in Aquiro ernannt. Unter Papst Innozenz III. stieg er weiter auf: Im Jahr 1199 wurde er zum Kardinalpriester von Santa Maria in Trastevere (seiner Familienkirche) erhoben. Schließlich erreichte er am 9. Januar 1204 die höchste Stufe der Kardinalswürde, als er zum Kardinalbischof von Palestrina ernannt wurde. Gleichzeitig behielt er die Titelkirche Santa Maria in Trastevere und wurde Erzpriester des Petersdomes.

Papareschi war ein wichtiger Vertreter der päpstlichen Diplomatie. Zwischen 1207 und 1209 wirkte er als päpstlicher Legat in Frankreich, wo er unter anderem versuchte, im Konflikt zwischen dem französischen König Philipp II. August und dem englischen König Johann Ohneland zu vermitteln. Zudem war er in die frühen Phasen der Unterdrückung der Albigenser involviert.

Nach seiner Rückkehr nach Rom nahm er 1215 am Vierten Laterankonzil teil. Er war Teilnehmer an den Papstwahlen von 1191 (Coelestin III.), 1198 (Innozenz III.) und 1216 (Honorius III.). Er starb im August 1221 und wurde vermutlich in der Basilika Santa Maria in Trastevere beigesetzt.

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