Arges ist eine Gattung der Krabben aus der Familie Pilumnidae mit 22 rezenten Arten. Sie besiedeln die Gezeitenzone, den Schelf und den Kontinentalhang in Tiefen zwischen 0 und 601 m im westlichen und zentralen Indopazifik.

Merkmale Der Carapax ist etwa 1,2- bis 1,4-mal so breit wie lang und glatt. Die Regionen sind undeutlich, die H-förmigen Magen-Herz-Rinnen seicht bis kaum erkennbar, die Darmrinne ist etwas tiefer. Der vordere Seitenrand ist bogenförmig, mit feinen Körnern gesäumt und in vier breite Lappen gegliedert. Der hintere Seitenrand ist mit wenigen Höckern bewehrt. Die Stirn ist deutlich, manchmal hervorstehend und zweilappig mit einer mittigen flachen Spalte. Die beiden Lappen sind leicht konvex. Das Epistom ist relativ breit, der dreieckige Mittellappen weist eine mittige Naht auf. Der Merus des dritten Maxillipeden ist breit, quadratisch und mit geraden Seitenrändern. Das Ischium ist etwa breiter und länger als der Merus, sein Innenrand etwas kürzer als der Außenrand und der Unterrand leicht schräg. Sein Exopodit ist kräftig, relativ breit, die Spitze reicht knapp bis an die körperferne Kante des Merus und der Innenrand ist mit einem deutlichen Zahn bewehrt.

Die Scherenbeine sind bei Männchen ungleich groß, bei Weibchen etwa gleich groß. Die Außenfläche der Finger der Chela ist glatt, trägt einen Längskamm und proximal verstreute Höcker. Die Außenfläche der Hand (Propodus) ist innenseitig, oben und außen oft mit dichten kurzen Borsten besetzt. Die kleinere Schere ist dichter beborstet. Die Schneidekanten der Finger haben einen deutlichen Zahn. Die obere Außenfläche des Carpus ist mit kleinen Höckern bewehrt. Innenseitig ist der Carpus glatt, der innere Winkel trägt einen niedrigen breiten Höcker und ist gekörnt. Die untere Außenseite des Merus ist mit Höckern bewehrt und die Ränder tragen kurze Borsten.

Die Schreitbeine sind relativ lang, schlank und an Bauch- und Rückenseite von wenigen Borsten gesäumt. Der Merus des letzten Schreitbeins erreicht eingefaltet nicht die Stirn. Die ersten beiden thorakalen Sterniten sind breit dreieckig und verschmolzen. Dritter und vierter Sternit sind teilweise verschmolzen und nur seitlich ist eine Naht erkennbar. Das Pleon der Männchen ist relativ breit, das Telson lang (etwa 1,7-mal so lang wie der sechste Somit) und etwa dreieckig mit abgerundetem Distalrand. Der erste Somit reicht über den Großteil des achten thorakalen Sterniten und bis an die Coxa des letzten Schreitbeins. Das erste Gonopodium ist schlank, gebogen, das Ende verlängert, stark gebogen und spitz endend. Der erste Somit der Weibchen ist breit, erreicht die Coxa des letzten Schreitbeins und verschmälert sich zu einer Spitze. Das Telson ist etwa dreieckig. Die Vulva ist groß und oval.

Systematik Die Gattung wurde von Miers ursprünglich für die zunächst nur fossil bekannte Art Arges parallelus angelegt, die aber der rezenten Art Typhlocarcinops decrescens entspricht. Da es keine validen Kriterien zur Abgrenzung zur Gattung Typhlocarcinops , 1909 gibt, wurden alle Arten dieser Gattung in Arges überführt und Typhlocarcinops als jüngeres Synonym angesehen. Die Gattung ist aber möglicherweise polyphyletisch. Sie enthält nunmehr folgende Arten: Arges angustifrons (, 1914) Arges angustipes (, 1918) Arges arcuatus (, 1884) Arges atimovatae (, 2020) Arges canaliculatus (, 1909) Arges denticarpes (, 1986) Arges diminutus (, 2020) Arges hadrotes (, 2020) Arges hamus (, 2020) Arges hirtus (, 2020) Arges kanashi () Arges marginatus (, 1914) Arges ocularius (, 1914) Arges parallelus (, 1833) Arges raouli (, 2020) Arges robustus (, 2020) Arges serenei (, 1986) Arges stephenseni (, 1964) Arges tonsuratus (, 1969) Arges transversus (, 1918) Arges yui (, 2003)

Einzelnachweise

Kategorie:Rhizopinae (Unterfamilie) Kategorie:Rhizopinae