Alexander Glandien (* 1982 in Schwerin) ist ein deutscher Künstler, Illustrator und Filmemacher, der in Wien lebt und arbeitet.
Leben Alexander Glandien ist in Schwerin aufgewachsen und studierte Kommunikationsdesign und Medien an der Hochschule Wismar. Als Universitätsassistent und Dozent lehrte er anschließend an der Kunstuniversität Linz in der Abteilung für Experimentelle Gestaltung.
Er nahm an zahlreichen internationalen Artist-in-Residence-Programmen teil, darunter Stipendien des Österreichischen Bundeskanzleramts in Mexiko-StadtKunst- und Kulturbericht des Österreichischen Bundeskanzleramts 2016 und YogyakartaKunst- und Kulturbericht des Österreichischen Bundeskanzleramts 2015, ein Aufenthalt in der Villa Stonborough-Wittgenstein in GmundenArtist in Residence Villa Stonborough-Wittgenstein sowie Residenzen im Egon Schiele Art Centrum in Český KrumlovAlexander Glandien im Egon Schiele Art Centrum, im Kadmium Art Centre in DelftDelft op Zicht, Kadmium Art Centre und im Centro Cultural Andratx auf MallorcaArtists in Residence Centro Cultural Andratx.
Werk Glandiens Arbeit experimentiert mit den Grenzen zwischen visueller Kommunikation und bildender Kunst und wird in beiden Bereichen gleichermaßen veröffentlicht und rezipiert. Im Zentrum steht die Kommunikation von Wissen, Geschichten und Legenden, ein Thema, das seine künstlerische Arbeit und seine Auftragswerke verbindet.
Als bildender Künstler arbeitet Glandien sowohl mit Dokumentation als auch künstlerischer ForschungInterview zu Kunstankäufen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Seine Projekte untersuchen, wie Geschichte überliefert und umgedeutet wird, mit Schwerpunkten auf europäischer KolonialgeschichteVor einem Sturm - Ausstellungspublikation, Galerie 5020 Salzburg und zeitgenössischen Technologien. Der animierte Dokumentarfilm „The Institute“ (2020) thematisiert Biodiversität und lateinamerikanische Kulturidentität und entstand unter anderem mit der kolumbianischen Biologin und Biodiversitätsexpertin Brigitte Baptiste.The Institute, Crossing Europe Filmfestival Der Dokumentarfilm „No Trespassing“ (2023) untersucht die Kulturgeschichte des Stacheldrahts und dessen heutige Bedeutung an der US-mexikanischen Grenze in Texas.Talentiert und Etabliert - Ausstellung, Linz Seine Arbeiten waren in zahlreichen internationalen Ausstellungen zu sehen, darunter die Thessaloniki Biennale6. Thessaloniki Biennale of Contemporary Art und das Casino Luxembourg.La commedia dell'arte, Casino Luxembourg Sein Kurzfilm The Institute wurde auf den Internationalen Kurzfilmtagen OberhausenKatalog 66. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, der DiagonaleThe Institute, Diagonale Filmarchiv und dem London International Documentary Film FestivalLIDF 2020 Programme aufgeführt. Für seine künstlerische Arbeit erhielt er den Klemens-Brosch-PreisKlemens-Brosch-Preisträgerinnen, OÖ Kultur, den CIFRA AwardCIFRA Award Winners sowie das Traumstipendium von OK Friends und Energie AG Oberösterreich.Talentiert und Etabliert 2023, OÖ Kultur
Als Illustrator ist er vor allem für internationale Zeitungs- und Zeitschriftenverlage tätig. Seine Illustrationen und Animationen erschienen unter anderem in The New YorkerThe New Yorker, "How Does Science Really Work?"by Joshua Rothman, The New York TimesThe New York Times - The most memorable illustrations of 2020, Die Zeit, The Economist, brand eins, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Cicero und The Guardian. Darüber hinaus entstanden Auftragsarbeiten für Verlage und öffentliche Institutionen. So illustrierte er 2022 das Gesellschaftsspiel „You Are the President“ für den Londoner Verlag Laurence King PublishingYou Are the President, Laurence King Publishing. Für das Österreichische Parlament schuf er 2023 die Illustrationen der Dauerausstellung DemokratikumDemokratikum Dauerausstellung im Österreichischen Parlament. Außerdem illustrierte er „Das neue Handbuch der intellektuellen Selbstverteidigung“ (VFMK Verlag für moderne Kunst, 2023)Das neue Handbuch der intellektuellen Selbstverteidigung, Österreichische Nationalbibliothek sowie „Des Teufels Leibspeise“ von Karin Harrasser (Matthes & Seitz Berlin, 2026).Sachbuch "Des Teufels Leibspeise" Matthes & Seitz Berlin
Sammlungen
Albertina, WienAlexander Glandien in der Albertina Sammlung Artothek des Bundes (staatliche Kunstsammlung Österreichs), WienAlexander Glandien in der Artothek des Bundes
Kunstsammlung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, SchwerinOstseezeitung - Artikel zu Kunstankäufen des Landes Mecklenburg-Vorpommern Artothek der Stadt Wien Francisco Carolinum Linz
Ausstellungen (Auswahl)
2008: Glandienale (Einzelausstellung), Galerie 20, Wismar 2011: Galerie Roman Petrovic (Einzelausstellung), Sarajevo 2012: III. Moscow International Biennale for Young Art, Moskau3. Moscow International Biennale for Young Art, Biennial Foundation
2012: ISEA Festival for Electronic Arts, AlbuquerqueISEA 2012 Catalogue 2014: LEGENDEN (Einzelausstellung), Galerie5020, SalzburgLEGENDEN Einzelausstellung, Galerie5020 Salzburg 2014: European Media Art Festival, OsnabrückProgramm European Media Art Festival 2014 2017: 6. Thessaloniki Biennale of Contemporary Art, Thessaloniki
2019: Casino Luxembourg – „La commedia dell’arte“, Luxemburg 2021: Francisco Carolinum Linz – „An die Arbeit“, LinzAn die Arbeit, OÖ Kultur
Filmografie
2014: Making ofStefanie Stallschus über Zeitgenössische Videokunst und die Koproduktion des Kunstmuseums 2020: The Institute 2023: No TrespassingAusstellung: Talentiert und Etabliert OOE Kultur
Weblinks
Offizielle Website | Studio Alexander Glandien Offizielle Website | Glandienale Eintrag im Sixpack Film Katalog Zeitgenössische Videokunst und die Koproduktion des Kunstmuseums, Text von Stefanie Stallschus Best Austrian Animation
Einzelnachweise
Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Illustrator (Deutschland) Kategorie:Bildender Künstler (Wien) Kategorie:Hochschullehrer (Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1982 Kategorie:Mann