mini|Ljudmila Stepanowna Kotessowa Ljudmila Stepanowna Kotessowa (; * 22. Oktober 1947 in Totma, Oblast Wologda) ist eine sowjetische bzw. russische Juristin und Politikerin.Совет Федерации: Котесова Людмила Степановна (abgerufen am 19. April 2026).
Leben Kotessowa arbeitete als Rechtsberaterin der Autonomen Oblast Adygeja. Sie studierte am Juristischen Allunionsfernstudien-Institut und wurde zur Doktorin der juristischen Wissenschaften promoviert.
In den Autonomen Kreis der Tschuktschen (TschAO) wechselte Kotessowa 1984 und wurde verantwortliche Sekretärin der gemeinnützigen politischen Organisation Gewissen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde sie vom Leiter der TschAO-Verwaltung Alexander Nasarow zur Leiterin der TschAO-Justizverwaltung ernannt.
Für die erste Wahl der neuen Staatsduma im Dezember 1993 (Duma I 1993–1995) schloss sich Kotessowa dem Wählerblock Wahl Russlands an und leitete die Regionalgruppe. Jedoch verzichtete sie schließlich dort auf die Kandidatur, um nun bei der ersten Wahl des neuen Föderationsrats im Dezember 1993 zu kandidieren. Im 2-Mandat-Wahlkreis № 87 TschAO erhielt sie mit 25,09 % der Stimmen das zweite Mandat, während die ehemalige RSFSR-Volksdeputierte Maja Ettyryntyna als unabhängige Kandidatin mit 27,29 % der Stimmen das erste Mandat gewann (Föderationsrat I 1993–1996).Депутаты Совета Федерации I созыва (1993–1996): ЭТТЫРЫНТЫНА Майя Ивановна (abgerufen am 19. April 2026). Im Februar 1994 wurde Kotessowa Sekretärin des Föderationsratkomitees für internationale Angelegenheiten und Mitglied der Föderationsratskommission für Parlament und Parlamentsverfahrensweisen. Sie schloss sich der Abgeordnetenvereinigung Konstruktive Zusammenarbeit an, der praktisch die gesamte radikale Opposition angehörte und auch ein bedeutender Teil der politischen Zentristen.Депутатское объединение "Конструктивное сотрудничество" (КС) в Совете Федерации первого созыва (1994-1996) (abgerufen am 19. April 2026).
Als durch die Föderationsratsreform im Dezember 1995 die Gouverneure und die Vorsitzenden der Gesetzgebenden Versammlungen der Subjekte der Russischen Föderation die Abgeordneten im Föderationsrat wurden, kandidierte Kotessowa bei der Staatsduma-Wahl im Dezember 1995 (Duma II 1995–1999) als unabhängige Kandidatin unter den 14 Kandidaten im Wahlkreis Oblast Wologda, aber die erhaltenen 4,83 % der Stimmen genügten nicht für ein Staatsduma-Mandat.Выборы в Госдуму, избирательные округа (abgerufen am 19. April 2026). Darauf eröffnete Kotessowa in Wologda mit Partnern eine Rechtsanwaltskanzlei. Auch beteiligte sie sich an der Arbeit der Juristen für Menschenrechte und würdiges Leben. Bei der Staatsduma-Wahl im Dezember 1999 (Duma III 1999–2003) kandidierte sie erneut im Wahlkreis Oblast Wologda als Kandidatin der Union der rechten Kräfte und erhielt 9,93 % der Stimmen.Результаты выборов по одномандатному избирательному округу, 1999 г. (abgerufen am 20. April 2026).
In den 2010er Jahren leitete Kotessowa ein Juristenkollegium in Moskau. Von November 2022 bis Juni 2023 war sie Mitglied des Exekutivrates des I. Kongresses der Volksdeputierten, den russische linke außerparlamentarische Oppositionelle in Polen veranstalteten.Nesawissimaja gaseta: Несистемная оппозиция собралась в Польше (abgerufen am 20. April 2026).
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