Sufia Khatun (; gestorben am 7. Januar 2023) war eine bangladeschische Schriftstellerin, Lehrerin und Sozialaktivistin. Für ihre autobiografische Schrift Jibon Nodir Bake Bake erhielt sie 2021 den Bangla-Academy-Literaturpreis 2021.

Leben Khatun wurde in Mymensingh am Ufer des Brahmaputra geboren. Ab den 1950er-Jahren unterrichtete sie insgesamt 23 Jahre an der Siddheswari-Mädchenschule, der Viqarunnisa Noon School und der damaligen Cantonment Modern School. Neben der Lehrtätigkeit setzte sie sich in der Sozialarbeit ein, gründete mit Gefährtinnen ihrer morgendlichen Spaziergänge die Organisation Usha Maitri und war am Entstehungsprozess von Hemantika beteiligt, das auf die Einrichtung eines Altenheims hinarbeitete. Sie starb am 7. Januar 2023; sie wurde neben ihrem Ehemann A. K. M. Wazih Ullah auf dem Banani-Friedhof beigesetzt.

Wirken Khatuns Werk basiert auf autobiografischem Erzählen und Beobachtungen sozialer, politischer und kultureller Wandlungsprozesse. Im Zentrum steht Jibon Nodir Bake Bake, ein autobiografischer Text, welcher den Zeitraum von 1930 bis 2003 umfasst und sich mit historischen Zäsuren wie der Teilung Britisch-Indiens, der Sprachbewegung, dem Unabhängigkeitskrieg und der Demokratisierung in Bangladesch befasst. Die Darstellung führt dabei durch Orte in Bengalen und Bangladesch ebenso wie durch Stationen im Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten, Frankreich und der Schweiz. Neben dieser Autobiografie veröffentlichte sie das Kinderbuch Shona Jhora Din, die Gedichtbände Aponbhubon und Narir Chokhe Jol sowie Probasher Prapti über ihr langes Leben im Ausland. Jibon Nodir Bake Bake kann über individuelle Erinnerung hinaus auch als Spiegel von Gesellschaft und Geschichte gelesen werden kann.

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Lehrer Kategorie:Aktivist Kategorie:Bangladescher Kategorie:Inder Kategorie:Pakistaner Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Frau