Maria Schamoni, geborene Vormann (* 9. August 1906 in Hohenlimburg; † 16. Mai 1984 in München), war eine deutsche Schauspielerin und Drehbuchautorin.
Leben Maria Schamoni besuchte zunächst eine Klosterschule und qualifizierte sich im Bereich Mode. Anschließend wollte sie Filmschauspielerin werden. Sie lernte den Regisseur Victor Schamoni kennen, den sie kurze Zeit später (1930) heiratete. Erstmals assistierte sie Schamoni bei seinem Film über den Kölner Dom. Ab 1932 kamen die Söhne Victor, Peter, Thomas und Ulrich zur Welt.
Nach dem Tod ihres Mannes in Russland 1942 musste sie von der Witwenrente leben. Sie zog nach Ende des Krieges zuerst zu ihrer Mutter nach Iserlohn und dann nach Münster. Sie wurde von ihrem Schwager, dem Pastor Wilhelm Schamoni,Schamoni, Wilhelm. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1059. unterstützt, den Söhnen den Besuch eines Gymnasiums zu ermöglichen. Sie schrieb ein Drehbuch und war als Schauspielerin tätig.
1983 verfasste sie ihre Erinnerungen unter dem Titel Meine Schamonis, beraten von der Theaterwissenschaftlerin Ingrid Nohl.
Filmografie 1966: Der Brief (Regie: Vlado Kristl)Maria Schamoni im filmportal.de. 1969: Deine Zärtlichkeiten (Regie: Peter Schamoni) 1971: Express (Satiremagazin von Hans Hermann Köper und Gerhard Schmidt, eine Folge) 1985: Alte Gauner (TV-Serie, Folge Fabrikanten, in der Funktion einer Kostümbildnerin)
Diskografie 1967: Cine-Singers: Alle Jahre wieder (Promo-Single zum gleichnamigen Film, als Sopranistin)
Bibliografie Maria Schamoni: Meine Schamonis. Nymphenburger Verlag, München 1983, ISBN 3-485-00463-4.
Literatur Christian Kiening: Die Absoluten: Auf der Suche nach dem wahren Film. Wallstein, Göttingen 2024, ISBN 978-3-8353-5631-3. S. 97–126
Weblinks
Maria Schamoni, schamoni.de Indexeintrag in Deutsche Biographie (online)
Einzelnachweise
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