mini|alt=Gabriel Mbega Obiang. 2020. Ein Afrikaner im Anzug mit Brille bei einer offiziellen Ansprache vor zwei Staatsflaggen.|Gabriel Mbega Obiang 2020 Gabriel Mbega Obiang Lima (geb. 2. November 1972, Mongomo, Äquatorialguinea) ist ein äquatorialguineischer Politiker, der seit Februar 2023 als Minister für Finanzen, Wirtschaft und Planung tätig ist. Zuvor war er von 2012 bis 2023 Minister für Bergbau und Kohlenwasserstoffe.
Leben Mbega wurde am 2. November 1972 in Mongomo als Sohn von Teodoro Obiang und dessen zweiter Ehefrau Celestina Lima, die ursprünglich aus São Tomé und Príncipe stammt, geboren. Er schloss sein Studium der Wirtschaftswissenschaften am Alma College in den Vereinigten Staaten ab. Er ist mit Virginia Esther Mayé, der Tochter von Florencio Mayé Elá, verheiratet und hat einen Sohn und zwei Töchter. Er ist der Halbbruder von Teodoro Nguema Obiang Mangue. Er ist mehrsprachig und spricht Englisch, Französisch und Spanisch.
Karriere Mbega ist seit 1997 im Öl- und Gassektor tätig. Zwischen 1998 und 2000 war er Regierungsvertreter im Rahmen der staatlichen Beteiligung an den Produktionsbeteiligungsverträgen (PSCs) und fungierte zudem als Berater des Präsidenten für Kohlenwasserstoffe. Von 1999 bis 2009 war er außerdem Staatssekretär für Bergbau und Kohlenwasserstoffe.
Später wurde er 2003 Vizeminister für Bergbau, Industrie und Energie. Am 21. Mai 2012 wurde er zum Minister für Bergbau und Kohlenwasserstoffe von Äquatorialguinea ernannt und nach einer Umstrukturierung der Verwaltungsstruktur im Juni 2016 in seinem Amt bestätigt. Er war außerdem Mitglied des Verwaltungsrats von drei staatlichen Energieunternehmen in Äquatorialguinea: SONAGAS, SEGESA und GEPetrol. Er ist weiterhin Mitglied des Beirats von Africa Oil & Power (AOP). Er hat dazu beigetragen, dass sich die Öl- und Gasindustrie des Landes zu einer der fünf größten in Subsahara-Afrika entwickelt hat. Äquatorialguinea ist seit 2017 das 14. Mitglied weltweit und das 6. Mitglied in Afrika der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC).
Erfolge Äquatorialguinea legte 2007 mit dem Nationalen Plan Horizont 2020 einen Industrialisierungsplan vor, der auf eine nachhaltige Wirtschaft bis 2020 abzielte. In diesem Zusammenhang konnte Mbega eine Partnerschaft mit Energy Allied International, einem Unternehmen mit Sitz in Houston, einfädeln, um den petrochemischen Sektor des Landes zu fördern. Die Partnerschaft sollte mehr Arbeitsplätze für die Bevölkerung schaffen. Darüber hinaus beaufsichtigte Gabriel Obiang Lima die Partnerschaft des Landes mit Royal Vopak, einem niederländischen Experten für Lageranlagen, zum Bau eines Rohöllagerterminals, das die Rohölverteilung auf der Insel Bioko verbessern sollte. Daneben konnte das Ministerium mit Alen Unit und weiteren Unternehmen erfolgreiche Initiativen wie LNG2Africa, Fortuna FLNG und den Gas Mega-Hub ins Leben rufen. Und es konnte eine starke Infrastrukturentwicklung in Bereichen wie Straßen, Flughäfen, Stromerzeugung und -verteilung an andere afrikanische Länder erzielt werden.
Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie führte zu wirtschaftlichen Problemen, woraufhin das Ministerium neue Regularien aufstellte, welche der Wirtschaft zu neuem Wachstum verhalfen.
Das Ministerium hat auch einen Vertrag mit dem staatlichen russischen Geologieunternehmen Rosgeo zur Durchführung eines geologischen Kartierungsprojekts abgeschlossen. Das Projekt konzentriert sich voraussichtlich auf das Gebiet des Rio Muni soll eine Analyse der Geländebedingungen für geologische Erkundungen, Prospektion und die technischen Voraussetzungen für die Einrichtung eines geologischen Camps im Rio Muni erbringen. Ein vorläufiges Team von Rosgeo hat die Arbeiten am Projekt im Oktober 2020 aufgenommen.
Ehrungen Mbega wurde anlässlich der 18. Africa Oil Week in Kapstadt (Südafrika) vom 2. bis 4. November 2011 für seinen herausragenden Beitrag zur Entwicklung der afrikanischen Ölindustrie ausgezeichnet. 2017 erhielt er als Minister für Bergbau, Industrie und Energie von Äquatorialguinea zusammen mit vier weiteren Personen den Big Five Energy Award. Die Auszeichnungen wurden von NJ Ayuk, dem CEO der Centurion Law Group, im Rahmen des Gala-Dinners der Africa Oil & Power in Kapstadt überreicht. Zudem wurde er vom Foreign Investment Network (FIN) als herausragender Minister für Kohlenwasserstoffe ausgezeichnet, als FIN im Rahmen der Petroleum Industry Awards 2019 Persönlichkeiten der Öl- und Gasbranche ehrte.
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