Rima Sultana Rimu (; * 2002) ist eine bangladeschische Frauen- und Bildungsrechtlerin, die durch ihre Arbeit mit Rohingya-Flüchtlingen sowie mit benachteiligten Frauen und Kindern bekannt wurde. Im Jahr 2020 wurde sie in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen.
Leben Rimu stammt aus Razarkul im Upazila Ramu des Distrikts Cox’s Bazar und wuchs in einer Bauernfamilie auf. Bereits während ihrer Schulzeit beschäftigte sie, dass Mädchen wegen sozialer Stigmatisierung die Schule abbrachen. Nach ihrem SSC-Abschluss im Jahr 2018 kam sie über eine Schulung und den anschließenden Einstieg bei Jago Nari Unnayon Sangsta zu organisierter Sozialarbeit. Zu Beginn stieß ihr Engagement auch im familiären und nachbarschaftlichen Umfeld auf Widerstände, weil ihre Arbeit in den Flüchtlingslagern als unpassend für eine junge Frau angesehen wurde.
Wirken Seit 2018 arbeitet Rimu im Umfeld von Jago Nari Unnayon Sangsta und Young Women Leaders for Peace in Cox’s Bazar an Projekten zur Stärkung von Frauen und Kindern in konfliktgeprägten Regionen. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die Vermittlung von Lese-, Schreib- und Rechenkenntnissen an Rohingya-Frauen, -Mädchen und -Kinder sowie an Mädchen und Frauen aus der lokalen Gemeinschaft ohne ausreichenden Bildungszugang. Überdies betreibt sie Aufklärungsarbeit zu Kinderehen, Mitgiftforderungen und häuslicher Gewalt. Für diese Arbeit nutzt sie neben Unterricht auch Radioformate sowie Theater- und Straßenspiele, um in ihrer Region über Frauenrechte sowie über die Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit zu informieren. Sie setzt ihre Arbeit für die Bildung von Kindern und für die Förderung benachteiligter, insbesondere ländlicher Frauen fortsetzen zu wollen.
Einzelnachweise
Kategorie:100 Women (BBC) Kategorie:Bangladescher Kategorie:Geboren 2002 Kategorie:Frau