Freja war ein Satellit zur Erforschung des Polarlichts und der Magnetosphäre der Erde mit Methoden der Weltraumplasmaphysik.

Freja war ein schwedisches Satellitenprojekt mit Beteiligungen aus Deutschland, Kanada und den USA. Die Finanzierung erfolgte aus schwedischen Steuermitteln, Mitteln der Wallenberg-Stiftungen und mit Mitteln des damaligen deutschen Bundesministeriums für Forschung und Technologie. Das schwedische Vorgängerprojekt war Viking.

Der Start erfolgte am 6. Oktober 1992 mit einer chinesischen Langer Marsch 2C-Rakete, als Zuladung zu einem chinesischen Satelliten. Freja operierte in einer elliptischen Umlaufbahn mit Perigäum 601 km, Apogäum 1756 km und Bahnneigung 63°, mit guter Abdeckung des Polarlichtovals. Die Mission endete im Oktober 1996.

Wissenschaftliche Instrumente (F1) Elektrische Felder, Königliche Technische Hochschule, Schweden (F2) Magnetische Felder, Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University, USA (F3C) Kaltes Plasma, National Research Council of Canada, Kanada (F3H) Teilchen; Heißes Plasma, Swedish Institute of Space Physics, Kiruna, Schweden (F4) Wellen, Swedish Institute of Space Physics, Uppsala, Schweden (F5) Nordlichtkamera, University of Calgary, Kanada (F6) Elektronenstrahl, Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Deutschland (F7) Teilchenkorrelator, Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Deutschland

Wissenschaftliche Ziele Freja untersuchte die Wechselwirkung zwischen dem heißen Plasma der Magnetosphäre und der oberen Ionosphäre. Durch eine hohe Datenrate und Datenspeicherung an Bord konnte er mit besserer räumlicher und zeitlicher Auflösung als frühere Satelliten Phänomene im Gebiet oberhalb der Polarlichtzone untersuchen.

Weblinks Sven Grahn: Freja (englisch) Encyclopedia Astronautica: Freja (englisch) Gunter's Space Page: Freja (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Forschungssatellit (Physik) Kategorie:Schwedische Raumfahrt Kategorie:Raumfahrtmission 1992