alternativtext=Bildnis des Lippold I. von Arnim in der Jacobuskirche in Krüssau|mini|Bildnis des Lippold I. von Arnim in der Jacobuskirche in Krüssau Lippold I. von Arnim (* vor 1486; † 16. April 1525) war ein brandenburgischer Adeliger, Gutsbesitzer und der Stammvater der sogenannten „Magdeburgischen Linien“ des märkischen Uradelsgeschlechts derer von Arnim.
Leben und Wirken Lippold I. von Arnim wurde als Sohn des kurbrandenburgischen Rat und Landvogt der Uckermark Achim I. von Arnim und der Barbara von Arnim (geb. von Bredow) geboren. Im Jahr 1486 wurde er erstmals urkundlich erwähnt. Er war zunächst Mitbesitzer von Schloss und Stadt Zehdenick, ein Lehen, das seinem Vorfahren Hans III. von Arnim und dessen Neffen Jaspar II. von Arnim im Jahr 1438 vom Markgrafen Friedrich dem Jüngeren zugesprochen worden war. Zu diesem ausgedehnten Besitz zählten neben der Stadt Ländereien und Hebungen in zahlreichen umliegenden Dörfern.
Im Jahr 1506 vollzog Lippold I. einen entscheidenden Wechsel in der regionalen Verwurzelung seiner Familie: Er verkaufte seine Anteile an Zehdenick für 4600 Gulden an Bernd I. von Arnim (den Alten) aus dem Hauptstamm Gerswalde und fand seinen Vetter und Mitbesitzer Bernd II. von Arnim (den Jüngeren) finanziell ab. Dieser Schritt ermöglichte es Lippold, seinen Wirkungskreis in das benachbarte Erzbistum Magdeburg zu verlagern.
Dort erwarb er ab 1507 umfangreiche Besitztümer, darunter das Rittergut Krüssau sowie die Dörfer Krüssau, Theeßen, Gladau und Hohenseeden mitsamt diverser Schäfereien und Ländereien in umliegenden Orten. Krüssau bildete in dieser Zeit den Hauptsitz der Familie. Im Jahr 1514/1519 erwarb er durch einen Gütertausch mit den benachbarten Herren von Plotho die Feldmark Brandenstein. Er gab dafür seine Anteile an den Siedlungen Pritzetz (Portez) und Pennigsdorf auf. Brandenstein war zu diesem Zeitpunkt noch kein eigenständiges Rittergut, wurde aber in den folgenden Generationen zu einem der wichtigsten Stammsitze ausgebaut.
Durch diese weitreichenden Erwerbungen im heutigen Jerichower Land etablierte Lippold I. die Basis für den landwirtschaftlichen und politischen Einfluss seiner Familie in dieser Region. Er ging als Begründer der sogenannten „Magdeburgischen Linien“ – die sich später in die Äste Gladau, Brandenstein und Krüssau aufteilten – in die Familiengeschichte ein.
Familie Lippold I. war zweimal verheiratet. Durch die Aufteilung des Erbes unter seinen Söhnen Lippold II., Christop II. und Moritz I. entstanden die drei sogenannten „Magdeburgischen Linien“ (Brandenstein, Krüssau und Gladau), die über Jahrhunderte das Jerichower Land prägten.
Erste Ehe mit Barbara von Schlabrendorff Aus dieser Ehe ging die Barbara von Arnim hervor die später den Rudolph von Treschkow heiratete, mit dem sie zwei Kinder hatte.
Zweite Ehe mit Anna von Barfuss Aus dieser Ehe gingen mehrere Kinder hervor:
Lippold II. von Arnim (* vor 1525; † 1582 in Braunschweig). Dieser erbte nach dem Tod des Vaters die Güter in Brandenstein, Theeßen und Hohenseeden, erweiterte den Grundbesitz maßgeblich und baute das Vorwerk Brandenstein um 1550 zu einem vollwertigen Rittergut aus. Er begründete die Linie Brandenstein derer von Arnim. Kaspar III. von Arnim Katharina von Arnim lebte als Nonne im Kloster Plötzky. Moritz I. von Arnim (* vor 1530; † 1. März 1584 in Krüssau). Dieser erbte nach dem Tod des Vaters die Güter in Krüssau und Schattberge. Er begründete die Linie Krüssau derer von Arnim. Christop II. von Arnim (* etwa 1490; † 1557 in Vehlitz). Dieser erbte nach dem Tod des Vaters das Gut in Gladau. Er begründete die Linie Gladau derer von Arnim.
Gedenken alternativtext=Bildnis des Lippold I. von Arnim in der Jacobuskirche in Krüssau|mini|Bildnis des Lippold I. von Arnim in der Jacobuskirche in Krüssau Ein steinernes Bildnis (Epitaph) des Lippold I. von Arnim ist bis in die Gegenwart erhalten geblieben und kann in der evangelischen Jacobuskirche in Krüssau besichtigt werden.
Einzelnachweise
Lippold 01 Kategorie:Adliger Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1525 Kategorie:Mann