Der Butterberg ist ein Berg von in der im westlichen Erzgebirge liegenden Gemeinde Schönheide im von Fichten (Picea abies) geprägten Wald nördlich des Ortsteils Schönheiderhammer. Felsblöcke finden sich um den Berg. Er liegt im selben Waldgebiet wie der nur weniger als 600 m entfernte Ottilienstein ().Landesvermessungsamt Sachsen: Topographische Karte 1:10.000, Blatt 5441-SW Schönheide, Normalausgabe, 1. Auflage, Dresden 1995, ISBN 3-86170-609-1
Naturraum Nach der Naturraumkarte von Sachsen liegt der Berg in der Mesogeochore „Schönheider Hochflächen“ und gehört zur Mikrogeochore „Schönheider Kuppengebiet“. Das Bergmassiv ist ein Teil des „Eibenstocker Granits“.
Name Der Berg wird in Kartenwerken sowohl als Wilhelmstein – so um die Wende zum und bis in die Mitte vom 20. Jahrhundert – als auch als Butterberg – dies insbesondere in alten und neueren Karten – bezeichnet.
In den Meilenblättern von Sachsen wird schon im Freiberger Exemplar, das von 1792 stammt und Änderungen bis 1876 berücksichtigt, wird der Berg als Butterberg erwähnt.Friedrich Ludwig Aster: Blatt 185 des Freiberger Exemplars der Meilenblätter von Sachsen aus dem Jahr 1792 mit Nachträgen bis 1876 (Link zum Kartenblatt in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) Auch im Atlas von Jakob Andreas Hermann Oberreit von 1843 wird der Berg als Butter Bg. bezeichnet.Jakob Andreas Hermann Oberreit: Topographischer Atlas des Königreichs Sachsen. Zweite Lieferung, enthaltend die Sectionen Freyberg, Schwarzenberg, Zittau und Weissenberg. 1843 (Link zum Digitalisat in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) Beide Kartenwerke geben keine Höhe an. Die Äquidistantenkarte von 1876 deutet zeichnerisch die Felsblöcke an, nennt als Höhe , verzichtet aber auf die Angabe eines Namens.Blatt 136 – Section Schneeberg- der Topographischen Karte (Äquidistantenkarte) Sachsen, bearbeitet im topographischen Bureau des Königlichen Generalstabes – 1:25000. Jahr 1876 (Digitalisat in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) Die Äquidistantenkarte von 1891 nennt ebenfalls eine Höhe , aber platziert die Bezeichnung, nämlich Wilhelms-St.[ein], zwischen Ottilienstein und Butterberg.Äquidistantenkarte von 1891 (mit einzelnen Nachträgen von 1905) Blatt 136-Section Schneeberg- (Link zum Digitalisat in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) Die Karte des westlichen Erzgebirges im Maßstab von 1:50.000 nennt ButterBg. ohne die Angabe der Höhe.Erzgeb. Zweigverein Schönheide i. E. (Hrsg.): Karte des westlichen Erzgebirges. Ausgabe mit roten Kreisen im Abstand von 5, 10 und 15 km um den Kuhberg. Maßstab 1:50.000, Druck Paul Herrmann, Dresden o. J. (um 1895) Ernst Flath, der eine um 1909/1910 erschienene Geschichte Schönheides schrieb, erwähnt den Berg als Butterberg.Ernst Flath: Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide, Schönheide o. J. (um 1909), S. 17 (Digitalisat in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) Das Messtischblatt von 1916 nennt eine Höhe von und bezeichnet den Berg als Wilhelm-St.[Stein].Messtischblatt von 1916 Blatt 136-Schneeberg- Link zur Karte in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB Dresden) Eine Amtliche Wander- und Wintersportkarte von 1928 gibt den Berg als Wilhelm-St.[Stein] mit einer Höhe von 648,5 m an, nennt aber einen südlich vom Berg verlaufenden Weg Butterbergweg.Reichsamt für Landesaufnahme (Hrsg.): Amtliche Wander- und Wintersportkarte des Erzgebirges. Blatt 3: Auersberg und Umgebung. Maßstab 1:30.000, B. A. Kaufmann’s Buchhandlung, Dresden 1928 Dieselbe Höhenangabe findet sich im Messtischblatt von 1942, dort aber mit der Bezeichnung Wilhelmstein.Messtischblatt 5441-Schneeberg- von 1942 (Link zur Karte in der SLUB Dresden) Die Topographische Karte im Maßstab 1:25.000, im Jahr 1986 vom Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR herausgegeben, gibt keine Höhe, sondern lediglich den Namen Butterberg an.Topographische Karte Maßstab 1:25.000 M-33-50-A-c (Schönheide). Hergestellt vom Ministerium des Innern, Verwaltung Vermessungs- und Kartenwesen. Herausgegeben vom Ministerium für Nationale Verteidigung. Militärgeographischer Dienst. Ausgabe 1986. Stand Mitte 1983 Die Topographische Karte 1:10.000 von 1995 weist den Namen Butterberg aus und gibt die Höhe mit an, desgleichen die von 2010.Topographische Karte 5441-SW-Schönheide des Staatsbetriebs Geobasisinformation und Vermessung des Landes Sachsen, 2. Auflage, Dresden 2010, ISBN 978-3-89679-524-3 Touristische Karten im Maßstab 1:25.000 nennen nur den Namen Butterberg, so die von 1996Wanderkarte von Sachsen, Blatt 15 Westerzgebirge. Eibenstock, Johanngeorgenstadt, Landesvermessungsamt Sachsen, Dresden 1996, ISBN 3-86170-717-9 und die von 2010,Topographische Karte. Ausgabe mit Wanderwegen. Westerzgebirge Eibenstock, Joahnngeorgenstadt, Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung, 2. Auflage, Dresden 2010, ISBN 978-3-86170-717-2 ohne die Höhe anzugeben.
Im Zweiten Weltkrieg Der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges von deutschen Wehrmachtsoldaten am 18. April 1945 getötete amerikanische Soldat Jesse Rubin wurde im Bereich des Butterbergs begraben. Er ist „von dort aus nach einigen Wochen auf dem Schönheider Friedhof in einem dort erstellten Massengrab Märtyrer und Opfer des Faschismus mit beigesetzt worden.“S. Bericht der Gemeinde Schönheide vom 1. Juni 1948
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Schönheide) Kategorie:Berg im Erzgebirge Kategorie:Berg in Europa