Die Bahnstrecke Timișoara–Jasenovo ist eine eingleisige und nicht elektrifizierte grenzüberschreitende Eisenbahnstrecke in Rumänien und Serbien.

Geschichte Zeitungsmeldungen hinsichtlich Vergabe von Teilleistungen zum Streckenbau finden sich im „Werschetzer Gebirgsboten“ vom 18. Juli und vom 25. Juli 1857.

Die Strecke wurde am 20. Juli 1858 durch die k.k. privilegierte Österreichisch-ungarische Staatseisenbahngesellschaft (StEG) in Betrieb genommen. Victor von Röll bezeichnete sie in seiner Enzyklopädie des Eisenbahnwesens von 1915 als „Linie von Temesvár gegen die Donau (Jassenova)“. Die Strecke wurde, wie alle in Ungarn gelegenen Strecken der StEG, 1891 an die ungarische Staatsbahn Magyar Államvasutak (MÁV) übergeben. Diese betrieb sie bis zur Abgabe an die Bahnen der Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns in Folge des Vertrages von Trianon.

Die ursprüngliche Streckenführung durch das Zentrum von Timișoara sollte bereits zur Jahrhundertwende wegen des fortschreitenden Städtebaus und des steigenden Straßen- und Straßenbahnverkehrs geändert werden, jedoch konnte man sich erst Jahrzehnte später auf eine Verlegung an den westlichen Stadtrand einigen, die am 1. Dezember 1932 in Betrieb ging. Seither verlassen die Züge den Bahnhof Timișoara Nord in die entgegengesetzte Richtung.

Der grenzüberschreitende Personenverkehr zwischen Stamora Moravița und Vršac wurde am 1. August 2017 eingestellt; bereits seit 2011 verkehrten keine durchgehenden internationalen Züge bis Belgrad mehr.

Streckenbeschreibung

mini|Bahnhofsplan von Jasenovo (1874) Die Strecke führt seit der Neutrassierung entlang des westlichen Stadtrandes von Timișoara und anschließend über Șag, Jebel und Vršac stetig nach Süden. Der Grenzbahnhof auf rumänischer Seite befindet sich in der Gemeinde Moravița.

Betrieb Zwischen Timișoara Nord und Stamora Moravița verkehren im Jahr 2026 an Werktagen drei, an Wochenenden zwei Zugpaare. Seit der Einstellung des grenzüberschreitenden Personenverkehrs verkehren in Vršac ausschließlich Reisezüge in Richtung Belgrad; alle in Vršac abzweigenden Strecken sowie der weitere Streckenverlauf nach Jasenovo sind stillgelegt. Der Abschnitt Timișoara–Vršac hat weiterhin Bedeutung im grenzüberschreitenden Güterverkehr zwischen Rumänien und Serbien.

Weblinks Bilder der Betriebsstellen auf vasutallomasok.hu

Einzelnachweise

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