Das KZ-Außenlager Stulln war das erste Außenlager des KZ Flossenbürg und befand sich in Stulln in der Nähe von Weiden. Es bestand von Februar bis Mitte Oktober 1942 und war für die SS eine Art Pilotprojekt für den Einsatz von Inhaftierten als Zwangsarbeiter für die Kriegswirtschaft. Bis zu 200 Inhaftierte mussten eine Fluoritmine für die Vereinigte Aluminium-Werke AG (VAW) erstellen.
Geschichte des Lagers Das Lager wurde kurz nach der Gründung des SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamtes (SS-WVHA) errichtet und die Gefangenen für den Bau einer Fluoritmine eingesetzt. Im Februar 1942 wurden dafür etwa 200 Inhaftierte aus dem KZ Flossenbürg in einem streng abgegrenzten und mit Stacheldraht umzäunten Teil des Barackenlagers „Waldfrieden“ untergebracht. Da das Projekt als kriegswichtig eingestuft war, wurden neben vorwiegend deutschen Inhaftierten auch sowjetische und französische Kriegsgefangene, polnische und tschechische Zwangsarbeiter und sowjetische Zivilgefangene eingesetzt. Die Häftlinge arbeiteten auch mit deutschen Zivilangestellten zusammen.
Lagerführer war der SS-Angehörige Schirner, dem weitere SS-Wachmänner unterstanden. Laut Aussagen von Überlebenden waren die Bedingungen im Lager erträglich, es gab keine Misshandlung oder Tötung der Inhaftierten, das Essen war ausreichend.
Bereits nach einem halben Jahr wurde das Außenlager mit dem Verweis auf dringendere Aufgaben aufgelöst und die Inhaftierten am 17. Oktober 1942 in das Außenlager Dresden SS-Pionierkaserne überstellt.
Heute gibt es keine Gedenkobjekte, die an das Außenlager erinnern.
Literatur
Einzelnachweise
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