mini|Sultana Kamal (2024) Sultana Kamal (; * 1950) ist eine bangladeschische Juristin. Sie gilt als eine der bedeutendsten Menschenrechtlerinnen ihres Landes.
Leben Kamal ist eine Tochter der Dichterin Sufia Kamal. Nach einem Masterabschluss in englischer Literatur an der Universität Dhaka erwarb sie dort auch einen Abschluss in Jura und absolvierte anschließend ein weiteres Masterstudium in Entwicklungsstudien in den Niederlanden. Bereits in den 1960er-Jahren war sie in der Studenten- und Kulturbewegung tätig. Während des bangladeschischen Unabhängigkeitskriegs von 1971 beteiligte sie sich am Befreiungskampf und arbeitete in einem Felzlazarett in Tripura an der Versorgung verwundeter Kämpfer mit. Ihr Ehemann Supriyo Chakravarty, ein Jurist und Kulturschaffender aus Sylhet, starb 2019 in Dhaka.
Wirken Von 2001 bis 2016 war Kamal Leiterin der Menschenrechtsorganisation Ain O Salish Kendra (ASK). Im Jahr 2006 amtierte sie als Beraterin der bangladeschischen Übergangsregierung; im Dezember desselben Jahres trat sie gemeinsam mit drei weiteren Beratern zurück, nachdem der Präsident das Militär zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung eingesetzt hatte. Als Gründungspräsidentin der Manabadhikar Shongskriti Foundation kritisierte sie die im Rechtssystem verankerte Misogynie und forderte wirksamere Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt. Sie äußert sich regelmäßig zur Lage der Menschenrechte in Bangladesch und betont dabei besonders die Rechte nationaler Minderheiten und anderer marginalisierter Gruppen. Im Jahr 2023 wurde sie zur Vorsitzenden des Kuratoriums von Transparency International Bangladesh gewählt.
Einzelnachweise
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