Butzow ist eine im Mittelalter wüst gefallene Dorfstätte südwestlich von Deetz und nordwestlich von Groß Kreutz (Havel)Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 70) im heutigen Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.
Geografische Lage Die Wüstung lag nordwestlich des Butzelbergs; Flurnamen wie Butzelberg, Butzelheide, Butzer Brück und Große Butzer Wiese sind überliefert.
Geschichte und Etymologie Historische Namensformen sind 1219 Bussowe, 1224 Bosowe, 1375 Busschow, Buschow sowie 1843 Butzewer Wiesen. Der Name leitet sich aus dem Slawischen ab und bedeutet so viel wie „Siedlung eines Mannes namens Buds oder Busch“.Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 38, ISBN 3-937233-17-2.
Bis 1315 gehörte das Dorf dem Markgrafen, von 1315 bis 1542 dem Kloster Lehnin, das bereits seit 1219 den Zehnten bezog, und von 1542 bis 1872 dem Amt Lehnin. 1219 wurde Butzow als Dorf (villa) erwähnt; ebenso 1315. Bald darauf wurde es offenbar wüst. 1375 erschien es nur noch im Dorfregister, ohne weitere Beschreibung. 1450 wurde die ehemalige Dorfstätte als Wüstung mit 12 Hufen erwähnt, die von den Einwohnern von Deetz bewirtschaftet wurden. Die Flur ging vollständig in der Feldmark von Deetz auf und wurde nicht wiederbesiedelt.
Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 70)
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1219 Kategorie:Groß Kreutz (Havel)