mini|Linienschiffsleutnant 1. Klasse Gustav von Nauta, 1908 Gustav Engelbert von Nauta, ab 1884 Ritter von Nauta (* 1. März 1868 in Triest; † 14. März 1934 in Gratkorn) war ein österreichisch-ungarischer Marineoffizier, zuletzt mit dem Dienstgrad eines Konteradmirals.

Leben

Herkunft Gustav Engelbert von Nauta war der Sohn des k.u.k. Konteradmirals Gustav Benedikt von Nauta (1828–1893), welcher 1884 nobilitiert wurde. Sein älterer Bruder Heinrich Ritter von Nauta war ebenfalls Konteradmiral.

Karriere Gustav Engelbert von Nauta besuchte als Marine-Stiftling von 1878 bis 1882 für vier Klassen die Militär-Unterrealschule in Güns.

Im Oktober 1882 trat er in die Marineakademie Fiume ein und wurde am 7. Oktober 1886 mit „genügendem Erfolg“ ausgemustert und zur k.u.k. Kriegsmarine assentiert. Zum 1. Oktober 1886 wurde er Seekadett 2. Klasse und kam in die Ausrüstungsdirektion des Seearsenals Pola. Zum 9. November des gleichen Jahres kam er als Wachkadett auf das Schraubenkanonenboot Kerka. In der gleichen Position diente er ab 19. November 1887 auf dem Schulhulk Novara und ab 28. Dezember 1887 auf der Schraubenfregatte Laudon. Am 15. April 1888 kam er als Signalkadett auf das Kasemattschiff Custoza und war vom 24. Juli 1888 bis 31. Juli 1888 wieder in der Ausrüstungsdirektion des Seearsenals Pola. Er wechselte als Wach-, Navigations- und Quartierkadett auf die Frundberg und legte am 24. Dezember 1888 auf dem Kasernschiff Habsburg die Seeoffiziersprüfung ab. Am 13. April 1889 wurde er Seekadett 1. Klasse und kam als Wach- und Navigationskadett auf die Jacht Greif. Vom 16. Juni 1889 bis 1. August 1889 war er der Habsburg zugeteilt beurlaubt. Nach seinem Urlaub war er bis 8. Mai 1890, ab 1. Mai 1890 Linienschiffsfähnrich, als Wach- und Banjerdeckskadett auf der Aurora, welche zu dieser Zeit Afrika umsegelte.

Ab 8. Mai 1890 war er wieder im Seearsenal Pola eingesetzt. Als Inspektionsoffizier wurde er aber krankheitsbedingt beurlaubt und kam am 10. August 1890 zum Militärhafenkommando Pola, wo er bis 5. Oktober 1890 krankheitsbedingt beurlaubt war. Zum 17. Oktober 1890 kam er als Wachoffizier auf das Überwachungsschiff Bellona. Vom 3. Dezember 1890 war er im Matrosenkorps Pola, erst als Kompanieoffizier der 4., dann als provisorischer Kommandant der 3. Kompanie und ab 25. April 1891 dort als Kommandant der Hulk Dalmat. Ab 20. September 1892 war er auf dem Torpedo- und Seeminen-Schulschiff Alpha Hörer des Torpedo-Offizierskurses. Bevor er am 20. Juni 1893 erneut zum Seearsenal Pola; dort in der Torpedobootsdirektion für das Torpedoboot Gaukler; kam, war er ab 16. April 1893 als 2. Torpedo-Offizier auf dem Kasemattschiff Kaiser Max. Vom 2. Juli 1893 bis 11. August 1893 war er auf der Gaukler Zweiter Offizier. Ab dem 11. August 1893 war er an der Theresianischen Militärakademie und dort dauerhaft zum Turn- und Fechtlehrerkurs kommandiert. Es folgte zur Ausbildung ab 21. September 1894 seine Verwendung als Wach- und 2. Manöveroffizier auf dem Schraubenkanonenboot Albatros, mit welcher er 1895 unter dem Kommando von Josef Mauler von Elisenau eine Reise nach Melanesien unternahm. Ab 7. März 1895 war er kurz wieder im Militärhafenkommando Pola. Am 21. März 1895 kam er als Erster Wachoffizier und Kommandant der Mitrailleusen-Batterie auf den Großen Kreuzer Kaiser Franz Joseph I. Vom 14. September 1895 bis 23. September 1895 war er wieder dem Militärhafenkommando Pola zugeteilt und kam als Artillerie- und Wachoffizier erneut auf die Albatros. Vom 23. Dezember 1896 bis 19. Januar 1897 war er auf der Reise von Sydney nach Singapur, um auf der Saida einzuschiffen. Mit der SMS Saida reiste er als Wachoffizier zurück aus Ostasien nach Europa. Vom 7. April 1897 bis 10. August 1897 war er beim Militärhafenkommando Pola und drei Monate beurlaubt. In dieser Zeit wurde er am 1. Mai 1897 Linienschiffsleutnant 2. Klasse mit Rang vom 1. Mai 1897. Als Wach- und Inspektionsoffizier und Turm-Kommandant kam er zurück auf die Kaiser Franz Joseph I. Ab 20. März 1898 diente er im Seearsenal Pola als Leiter der Torpedo-Lancierstation. Als Erster Wach- und Raumoffizier kam er zum 4. November 1898 auf den Panzerkreuzer Kaiserin und Königin Maria Theresia und ab 18. Mai 1899 wieder zum Seearsenal Pola in die Torpedobootsdirektion. Zum Ende des gleichen Monats wurde er Kommandant des Torpedobootes XX und vom 27. August 1899 bis 15. September 1899 Gesamtdetailoffizier auf der Meteor.

1904 und 1905 diente er als Torpedooffizier auf SMS Kaiserin und Königin Maria Theresia und SMS Zenta, im Anschluss war er Teil des Stabes der Torpedoflotte und der II. Marine-Division. Am 1. Mai 1907 wurde er zum Korvettenkapitän befördert.

Später war er mehrmals Kommandant der SMS Miramar und der SMS Fantasie. Zwischenzeitlich war er als Kommandant der SMS Reka von 1910, ab 1. Mai 1910 Fregattenkapitän, bis 1911 auch Kommandant der Torpedodivision. Vom 1. September 1911 bis 19. Februar 1912 war er Torpedobootsdirektor am Seearsenal Pola und übernahm anschließend kurz die Admiralsyachten SMS Lacroma. Am 27. Februar 1912 kam er als Torpedobootsdirektor zurück zum Seearsenal Pola. Am 1. November 1912 wurde er in dieser Position Linienschiffskapitän. Ab 9. Dezember 1912 war er Kommandant des Führerschiffs der I. Torpedo-Flottille Zenta. Vom 6. Juni 1913 bis 17. Juni 1913 war er kurz Stabschef der Kreuzer-Flottille und anschließend auf dem Linienschiff Erzherzog Franz Ferdinand, Stabschef der Reserve-Eskader.

Ab 14. Dezember 1913 war er für die Ausarbeitung des neuen Reglements für das Marinekorps an das Hafenadmiralat Pola kommandiert. Im August 1914 wurde er im II. Geschwader Kommandant der SMS Erzherzog Ferdinand Max. Am 5. November 1917 übernahm er das Flotten-Flaggschiff SMS Viribus Unitis. Im März 1918 wurde er auf dem Linienschiff Tegetthoff Kommandant der I. schweren Division und Kommodore. Am 1. Mai 1918 wurde er Konteradmiral. Am 3. Juni 1918 kam er zurück zum Hafenadmiralat Pola und wurde am 1. Oktober 1918 in den Ruhestand entlassen.

Er starb 1934 in Gratkorn und wurde auf dem k.u.k. Marinefriedhof Pula beigesetzt.

Familie Am 15. Mai 1897 heiratete er in Preßburg Louise Wigand (1871–1941).

Auszeichnungen (Auswahl) Nach der Nobilitierung seines Vaters 1884 titulierte er als „Ritter von Nauta“. Außerdem erhielt er u. a. folgende Auszeichnungen: Militärverdienstkreuz (1908) Orden der Eisernen Krone III. Klasse mit Kriegsdekoration (1917) Karl-Truppenkreuz (1917) Österreichisch-kaiserlicher Leopold-Orden mit Kriegsdekoration (Ritterkreuz, 1918) Eisernes Kreuz II. Klasse (1917)

Literatur Milan Jelínek: Válka na Jadranu 1914–1918 (Krieg in der Adria 1914–1918); Prag, 2019; ISBN 978-80-7497-273-7. Antonio Schmidt-Brentano: Die Österreichischen Admirale, Band III. 1915–1924; Biblio Verlag Osnabrück, 2005; S. 190–195. ISBN 3-7648-2520-0.

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