mini|Horloffaue im Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Wetterau mini|Kuhweide bei Nieder-Mockstadt im LSG

Das Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Wetterau mit einer Größe von 7.369 ha liegt im Landkreis Gießen, im Main-Kinzig-Kreis und im Wetteraukreis in Hessen. Das Landschaftsschutzgebiet (LSG) wurde 1989 vom Regierungsbezirk Darmstadt ausgewiesen. 2014 erfolgte eine Novellierung der Ausweisungs-Verordnung. Teile des LSG sind auch als FFH-Gebiete und als EU-Vogelschutzgebiet Wetterau ausgewiesen. Das LSG besteht aus vielen Teilflächen.Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Auenverbund Wetterau" Staatsanzeiger für das Land Hessen, 19. Januar 2015, S. 72–78 Verschiedene Naturschutzgebiete sind in das LSG integriert.

Gebietsbeschreibung Im Landschaftsschutzgebiet liegen Auenbereiche der Flüsse Nidda, Nidder, Horloff, Wetter und Seemenbach. Das LSG umfasst überwiegend Grünlandbereich und teils Feuchtwiesen. Im LSG kommen Vogelarten wie Weißstorch, Zwergsumpfhuhn, Rothalstaucher, Spießente, Kleinsumpfhuhn, Tüpfelsumpfhuhn, Uferschnepfe, Wiesenweihe, Bekassine, Großer Brachvogel und Kiebitz vor. Andere Tierarten im Schutzgebiet sind Schlammpeitzger, Knoblauchkröte und Helm-Azurjungfer.Ralf Eichelmann & Walter Schmidt: Der Auenverbund Wetterau. Jahrbuch Naturschutz in Hessen Band 15 / 2014: S. 66–68

Schutzzweck Laut Verordnung ist der Schutzzweck: „Zweck der Unterschutzstellung ist die Erhaltung und Entwicklung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes, insbesondere die Sicherung noch weitgehend intakter, durch Feuchtwiesen geprägter Auenbereiche der Flusssysteme von Horloff, Nidda, Nidder, Wetter und Seemenbach aus ökologischen und landschaftsästhetischen Gründen; die Pflege, Entwicklung und Wiederherstellung ungestörter, naturnaher Auen- und Fließgewässerbereiche; als Lebensraum für auen- und fließgewässergebundene Tier- und Pflanzenarten; zur Gewährleistung einer Pufferfunktion für die eingeschlossenen und angrenzenden Naturschutzgebiete.“ „Zweck der Unterschutzstellung ist darüber hinaus in den in der Abgrenzungskarte rot dargestellten Gewässerabschnitten der Nidda der Schutz und die Entwicklung von Habitaten der frei lebenden, besonders und streng geschützten Arten Eisvogel, Flussregenpfeifer, Flussuferläufer, Biber und Europäische Sumpfschildkröte sowie der Laich- und Aufwuchshabitate der bedrohten Fischarten Barbe, Bitterling, Elritze, Karausche, Nase, Schneider und Wildkarpfen. Der Schutz dient vor allem der Beruhigung dieser Bereiche im Hinblick auf ihre Funktion als Lebensraum.“Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Auenverbund Wetterau"

Weblinks

Karte Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Wetterau Landschaftspflegeprojekt Auenverbund Wetterau Landkreisübergreifende Zusammenarbeit von Verbänden und Behörden im Auenverbund Wetterau Erfolge durch gezielte Maßnahmen „auf den Punkt“

Quellen

Kategorie:Landschaftsschutzgebiet in Hessen Kategorie:Schutzgebietsgründung 1989