Reinhold Schlonski (* 1. September 1898 in Duisburg; † nach 1972) war ein deutscher Journalist, Schriftsteller und Dramaturg.
Leben Reinhold Schlonski stammte aus einer ostpreußisch-schlesischen Adelsfamilie. Der Vater war auf der Suche nach Arbeit ins wachsende Ruhrgebiet gegangen und fand Anstellung bei der Firma Krupp. Am 1. September 1898 wurde Reinhold Schlonski in der Duisburger Parlamentsstraße, der heutigen Karl Jarres Straße, in einem der Beamtenhäuser der Firma Krupp geboren. Zwischen 1906 und 1910 absolvierte er die Grundschule in Duisburg. Er besuchte anschließend das Humanistische Gymnasium in der Mainstraße, das heutige Landfermann-Gymnasium. Dieses verließ er im Jahr 1916 mit der Obersekundarreife.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Rheinland: NW 1004-G32.1 1617 Schlonski, Reinhold, abgerufen am 4. Mai 2026.
Schlonski kämpfte anschließend im Ersten Weltkrieg. Ihm wurde das Eiserne Kreuz Zweiter Klasse verliehen. Nach dem Krieg verfasste er journalistische Beiträge in Duisburger Tageszeitungen und war als Heimatschriftsteller tätig. Er erhielt eine Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten, war allerdings ab 1924 arbeitslos. Im Februar 1929 wurde das von Schlonksi geschriebene Spiel „Weltarena“ im Stadttheater Oberhausen uraufgeführt. 1933 trat Schlonski 34-jährig als Hitlerjunge der HJ bei. Durch seine journalistischen Arbeiten über die Organisation wurde er schnell zum Unterbannführer befördert.
Im Jahr 1935 ist er bei der HJ-Gebietsführung Kassel nachweisbar, wo er als Presse-Referent arbeitete. Im Jahr 1937 nahm er eine Arbeit bei der Stadtverwaltung Duisburg auf, wo insbesondere Fremdenverkehrs-Texte entstanden. Im Jahr 1944 wurde Schlonski zur Wehrmacht eingezogen. Im Jahr 1946 lebte Schlonski in der Nahestraße im Duisburger Wasserviertel. Zeitweise war er im Zuge des Bombardements der Stadt nach Wellingholzhausen ins heutige Niedersachsen geflohen.
Schlonskis Entnazifizierung zog sich bis ins Jahr 1947 hin. Ein erster Beschluss verbot Schlonski die Weiterbeschäftigung im öffentlichen Dienst. 1972 wurde der Erzählband „Theater im Kreuzgang“ neuerlich veröffentlicht.Reinhold Schlonski: Erinnerungen an Duisburg. In: Hermann Thelen (Hrsg.): Heimat Duisburg. Jahrbuch 1972 (14. Jhg.). Verlag Hanns Graffmann, Duisburg-Meiderich 1972. S. 27. Reinhold Schlonski starb nach 1972.
Werke (Auswahl) Neben einer Vielzahl von journalistischen Arbeiten, die unter anderem in Duisburger und Düsseldorfer Tageszeitungen erschienen, kann Schlonski ab 1927 auch als heimatkundlicher Schriftsteller fassbar gemacht werden. Thematisch arbeitete er sich in seinen Monografien an Ereignissen aus dem Ersten Weltkrieg und der Nachkriegszeit ab. Aufsätze von Schlonski sind darüber hinaus auch in der Heimatkunde Oberhausen – Rhld. nachweisbar. Das Werk Bajonett und Schule gehörte in der Sowjetischen Besatzungszone und der späteren DDR in das Verzeichnis der auszusondernden Literatur.Magistrat und Abteilung für Volksbildung: Verzeichnis der auszusondernden Literatur. Berlin 1946. S. 155. Aus Duisburgs schwersten Tagen. Hans Wessels, Oberhausen 1927. Weltarena. Ein Traumspiel. Hans Wessels, Oberhausen 1928. Theater im Kreuzgang. O. O. 1929. Bajonett und Schule. Junge Generation Verlagsgesellschaft Reichel, Berlin-Steglitz 1937.
Literatur Reinhold Schlonski: Erinnerungen an Duisburg. In: Hermann Thelen (Hrsg.): Heimat Duisburg. Jahrbuch 1972 (14. Jhg.). Verlag Hanns Graffmann, Duisburg-Meiderich 1972. S. 27.
Einzelnachweise
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